19:10 VERSCHIEDENES

Ausstellung: Iwan Baan und Francis Kéré in Burkina Faso

Teaser-Quelle: Iwan Baan

Unterwegs mit Architekturfotograf Iwan Baan und Architekt Francis Kéré auf den Spuren der traditionellen Architektur von Burkina Faso: Das Kunstmuseum Olten präsentiert mit seiner aktuellen Ausstellung Baans jüngstes Projekt „Momentum of Light“.

Königliche Anlage von Tiébélé

Quelle: Iwan Baan

Luftaufnahme der königlichen Anlage von Tiébélé in Burkina Faso.

Das Zusammenspiel von Licht, Mensch und Architektur zieht sich wie ein roter Faden durch das Werk von Iwan Baan. Davon erzählen seine Arbeiten für Büro wie Herzog & de Meuron, Rem Kohlhas, BIG oder Steven Holl.

Für sein jüngstes Projekt bereiste der niederländische Architekturfotograf letzten März mit dem befreundeten Architekten Francis Kéré dessen Heimat Burkina Faso. In der Subsahara-Region gelegen ist das Land der Sonne besonders stark ausgesetzt. Deswegen kommt dem Licht hier denn auch eine völlig andere Bedeutung zu, als in der nördlichen Hemisphäre.

DIe Sonne nutzen und vor der Sonne schützen

Unter dem Titel „Momentum of Light“ porträtiert Baan Burkina Fasos traditionelle Baukunst und auch die Menschen. Dazu suchte er mit Kéré vor allem drei Orte auf, die mit markanten, von natürlichen Lichtverhältnissen geprägter Architektur aufwarten: die grosse Moschee von Bobo-Dioulasso, die kunstvoll bemalten Häuser von Tiébélé und die Gemeindeanlagen in Pouni und Gando.

Diese illustrieren, wie Baumeister in Gegenden, in denen mit wenig künstlichem Licht ausgekommen werden muss, Lösungen finden und fanden, die Sonne sowohl als Lichtquelle für das Gebäudeinnere zu nutzen als auch ihre Bewohner vor dem heissen Klima zu schützen. Das Ergebnis sind Bauten, deren Innenräume lediglich über wenige, kleine Öffnungen erhellt werden, während das Äussere gleissender Sonne und sengender Hitze ausgesetzt ist.


Lagerraum in einem traditionellen Haus in Tiebélé

Quelle: Iwan Baan

Lagerraum in einem traditionellen Haus in Tiebélé: Kleine Öffnungen vor der Hitze.

Neben der Architektur erzählt das  Projekt auch von Nachhaltigkeit: Der für die Bauten verwendete Lehm stammt aus Umgebung, die Räume wurden zum Teil direkt in felsige Landschaften gehauen und die Dächer werden im Rhythmus der Jahreszeiten erneuert.

Neubau für das Kunstmuseum Olten

Hintergrund der Ausstellung zum Thema Architektur ist der geplante Neubau für das Kunstmuseum Olten. Den Wettbewerb für das Projekt gewann der Vorschlag der ARGE von Buchner Bründler Architekten AG, der Proplaning AG und Robin Winogrond Landschaftsarchitekten.

Ebenfalls mit Architektur befasst Künstlerin und Meret-Oppenheim-Preisträgerin Daniela Keiser, ihr ist die zweite Ausstellung gewidmet. Sie hat sich mit dem Londoner «Idea Store», einem Bibliotheksbau des ghanesisch-britischen Architekten David Adjaye, auseinander gesetzt. (mai/mgt)

„Momentum of Light“ bis 14. November im Kunstmuseum Olten. Weitere Informationen zu den Ausstellungen und Öffnungszeiten auf https://kunstmuseumolten.ch

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