08:12 VERSCHIEDENES

10 Jahre Flughafenregion Zürich: Geburtstag unter der Zirkuskuppel

Geschrieben von: Ben Kron (bk)
Teaserbild-Quelle: Sandra Blaser

Zirkuskuppel statt Eventhalle: Das 22. Wirtschaftsforum der «Flughafenregion Zürich - Wirtschaftsnetzwerk & Standortentwicklung» fand an einem ungewöhnlichen Ort statt. Doch das Salto-Zelt in Kloten bot den passenden Rahmen, worin 650 Gäste den zehnten Geburtstag der FRZ gebührend feiern konnten.

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Quelle: Sandra Blaser

Zehn Jahre FRZ: Zum Jubiläum gabs eine Auszeichnung für die Gründungsmitglieder.

Die Story der FRZ Flughafenregion Zürich ist eine Erfolgsgeschichte: Waren es bei der Gründung 50 Mitglieder, die das Wirtschaftsnetzwerk aus der Taufe hoben, konnten per Ende letztes Jahr bereits deren 750 gezählt werden. Ende November nun, anlässlich des bereits 22. Wirtschaftsforums der FRZ, konnte Geschäftsführer Christoph Lang sogar die stolze Zahl von 800 Mitgliedern vermelden. 

Zu diesen stiessen 2022 auch die Gemeinden Volketswil und Bachenbülach, womit das Kerngebiet der FRZ sich auf 14 Städte und Gemeinden mit rund 200'000 Einwohnerinnern und Einwohnern erweiterte – in etwa gleich viel wie die Stadt Genf.

Überdurchschnittlich gewachsen

Auf das überdurchschnittliche Wachstum der Flughafenregion wies auch Ernst Stocker in seiner Grussbotschaft hin. Der Regierungspräsident und Finanzdirektor des Kantons Zürich zeigte sich stolz darüber, dass er bei der Gründung dieser Organisation hatte Pate stehen dürfen.

Die Flughafenregion weist dabei überdurchschnittlich viele Unternehmen der Informations- und Kommunikationstechnologie auf, weshalb die FRZ eine ICT Task Force gegründet hat, um die Digitalisierung und den Ausbau der Informationstechnologie rund um den Flughafen Zürich zu fördern. Diese Technologien sind mehr denn je bedeutende Treiber von Innovation, die wiederum die Erfolgsformel für die Standortentwicklung darstellt.

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Quelle: Sandra Blaser

FRZ-Geschäftsführer Christoph Lang führte als Zirkusdirektor durch den Event.

Bahnbrechende Innovation

Darauf wies auch der erste Gastredner Gian-Luca Bona hin. Der ehemalige Direktor der EMPA hob als Beispiel die Nanotechnologie hervor: So erhielten zwei ETH-Forscher 1986 den Physik-Nobelpreis für die bahnbrechende Entwicklung des Rastertunnelmikroskops. Dieses stellte eine wichtige Basis dar für die Herstellung der modernen mRNA-Impfstoffe, welche dafür sorgten, dass die weltweite Corona-Pandemie nicht in eine grössere Katastrophe ausartete.

Der zweite Gastredner war der Online-Unternehmer Roland Brack, der unter anderem auch seit 2019 in der TV-Show «Die Höhle der Löwen» Start-ups auf ihren Weg bringt. Diese Start-ups wiederum seien ein wichtiger Treiber für Innovation und neue Geschäftsmodelle, ohne die wirtschaftliches Vorwärtskommen nicht möglich sei. Sein Credo: «Bilden Sie aus, probieren Sie aus!»

Erfolg durch Scheitern

Brack rief die Anwesenden zugleich dazu auf, Risiken zu wagen, ohne die Erfolge nicht möglich seien. Scheitern gehöre zum Unternehmertum dazu. «Aus dem Scheitern sind die richtigen Schlüsse zu ziehen. Das führt zum Erfolg. Es ist besser schnell und billig zu scheitern.»

Und schliesslich wünschte sich der Online-Unternehmer Brack, dass in der Schweiz mehr in die Ausbildung in Sachen Information Communication Technology (ICT) investiert wird. «So kommen wir mit der Digitalisierung schneller voran.»

Komplett analog gestalteten sich die Show-Einlagen, die bei einem Event im Zirkuszelt nicht fehlen durften: Für Verblüffenen und Stauen sorgten nebst Akrobatinnen und Akrobaten die Tricks von Christian Bischof, seines Zeichens Schweizermeister der Zauberkunst.

www.flughafenregion.ch

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Freier Mitarbeiter für das Baublatt.

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