Zürich: Linke, Grüne und SVP wollen weniger Hochhäuser
Die Hochhäuser der Stadt Zürich sollen auf Gebiete entlang der Gleise und Zürich Nord beschränkt bleiben. Dies hat die Hochhauskommission im Gemeinderat entschieden.
Quelle: Annette Gigon / Mike Guyer Architekten
Hochhaus am Zürcher Bucheggplatz: Die Hochbaukommission hat die hierfür zulässigen Gebiete deutlich eingeschränkt.
Hochhausgebiete der Kategorie III, in der Bauten bis 80 Metern Höhe zulässig sind, in Zürich sollen nur entlang der Gleise sowie im Zentrum von Oerlikon erlaubt werden. Dies entschied die Hochbaukommission des Zürcher Gemeinderates. Unterstützt wurde dieser Entscheid von SP, Grünen, AL und SVP.
Damit hat die Kommission bei der Beratung der neuen Hochhausrichtlinien einzelne vom Stadtrat vorgeschlagene Hochhausgebiete gestrichen oder heruntergestuft: Der Stadtrat wollte unter anderem in Altstetten, Albisrieden und Schwamendingen den Bau von 40-Meter-Hochhäusern ermöglichen. Diese Zonen wurden in der Kommissionsberatung nun grösstenteils gestrichen. unter anderem wegen der Befürchtung, dass in solchen Zonen zusätzliche Renditebauten entstehen könnten.
Quelle: Ikiwaner - Selbst fotografiert, wikimedia, CC BY-SA 3.0
Sunrise-Hochhäuser in Oerlikon:: Im Zentrum des Quartiers bleiben Hochhäuser bis 80 Meter erlaubt.
«Ballenberg statt Hochhausrichtlinien»
Deshalb soll es in den Aussenquartieren deutlich weniger Hochhausgebiete geben, als der Stadtrat vorgeschlagen hatte. Neben der Neuordnung der Hochhausgebiete enthält die Vorlage auch strengere Anforderungen für Hochhäuser: Je höher das Gebäude, desto höher die Auflagen bezüglich Freiraum und Begrünung, Stadtklima und Sozialraum.
Kritisiert wird der Entscheid von den Grünliberalen, die sich gegen die Streichung aussprach. Sie nennen das Ganze eine «Verschlimmbesserung» der Vorlage, die ursprünglich tragfähig gewesen sei. Nun drohe «Ballenberg statt Hochhausrichtlinien»: Das faktische Bauverbot für Häuser über 25 Meter Höhe sei in einer Stadt mit akuter Wohnungsnot der falsche Weg. (SDA/bk)