Münchenbuchsee: Wo einst Brot gebacken wurde, entstehen Wohnungen
Die Stimmberechtigten von Münchenbuchsee haben die Umzonung des ehemaligen Jowa-Areals im Allmend-Quartier deutlich angenommen. Damit ist der Weg frei für den Bau von rund 70 Wohnungen in Kostenmiete.
Quelle: Gemeinde Münchenbuchsee
So soll die neue Wohnsiedlung auf dem ehemaligen Jowa-Areal in Münchenbuchsee aussehen. Geplant sind über 70 Wohnungen, grosszügige Grün- und Begegnungsräume sowie ein öffentlicher Fussweg.
Auf dem ehemaligen Jowa-Areal im Allmend-Quartier sollen rund 70 neue Wohnungen entstehen. Die Stimmberechtigten von Münchenbuchsee haben die dafür notwendige Umzonung am Sonntag mit deutlicher Mehrheit gutgeheissen: 2853 Personen stimmten Ja, 315 Nein. Die Ja-Stimmen machten damit gut 90 Prozent aus, bei einer Stimmbeteiligung von 49,4 Prozent.
Damit kann die gemeinnützige Wohnbaugenossenschaft Fambau die Planung der neuen Siedlung vorantreiben. Die frühere Jowa-Grossbäckerei der Migros-Tochter war 2021 stillgelegt worden. Die Gebäude sind inzwischen verschwunden – nun soll auf dem Areal Wohnraum entstehen.
Vorgesehen ist eine fünfgeschossige Bebauung entlang der Allmendstrasse mit drei viergeschossigen Anbauten Richtung Meienstrasse. Das Richtprojekt umfasst 73 Wohnungen, wobei der Schwerpunkt auf 3,5- und 4,5-Zimmer-Wohnungen liegt. Ein grosser Teil richtet sich damit an Familien.
Besonderheit des Projekts: Alle Wohnungen sollen in Kostenmiete angeboten werden. Die Fambau übernimmt das Projekt von der bisherigen Grundeigentümerin Jowa AG und will damit preisgünstigen Wohnraum schaffen.
Viel Grün schafft Platz für Begegnung
Auch der Freiraum spielt bei der Planung eine wichtige Rolle. Mehr als ein Drittel des Areals soll Grünfläche bleiben. Vorgesehen sind Bäume, Wiesen, Spiel- und Begegnungsflächen sowie ein neuer öffentlicher Fussweg zwischen Allmend- und Meienstrasse. Ein Quartiercafé beziehungsweise gemeinschaftlich nutzbare Räume sind ebenfalls geplant.
Mit dem Ja zur Umzonung ist allerdings noch nicht gebaut: Nun müssen die entsprechenden Planungsinstrumente umgesetzt werden. Zudem sind laut früheren Angaben aus der Nachbarschaft Einsprachen eingegangen, unter anderem zur Gebäudehöhe und zum Verkehr; mehrere davon waren zuletzt noch hängig. (sda/cpo)