13:05 KOMMUNAL

Denkmalschutz für das Lonza-Hochhaus in Basel

Teaserbild-Quelle: Tschubby - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

Das Lonza-Hochhaus steht seit neustem unter Denkmalschutz: Der Regierungsrat hat beschlossen, den Bau nach Entwürfen von Suter + Suter ins Denkmalregister einzutragen. Das 1962 eröffnete, 68 Meter hohe Gebäude war damals das höchste von Basel.

Lonza-Hochhaus

Quelle: Tschubby - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

Das Lonza-Hochhaus in Basel steht unter Denkmalschutz.

Der Palazzo Pirelli aus der Feder von Gio Ponti und Pier Luigi Nervi in Mailand (siehe Bild unterhalb des Textes) zählte mit einer Höhe von über 127 Metern bei seiner Inbetriebnahme 1960 zu den höchsten Hochhäusern in Europa. Zwei Jahre später erhielt das Gebäude einen kleinen Bruder in Basel: das rund 64 Meter hohe Lonza-Hochhaus in der Nähe des Bahnhofs. Dessen Architekten Hans-Rudolf und Peter Suter von Suter + Suter hatten sich beim Entwurf des Verwaltungsbau für das Schweizer Chemieunternehmen vom Turm in Mailand inspirieren lassen; Er weist ebenfalls einen lang gezogenen, sechseckigen Grundriss auf. Auch erinnert die gerippte Alumiumfassade des Betonbaus an den Grattacielo in Mailand.

 Seit neustem steht das Gebäude nun unter Denkmalschutz: Der Regierungsrat hat seinen Eintrag in das Kantonale Denkmalverzeichnis beschlossen, wie heute aus einer kurzen Mitteilung zu erfahren war. Das Hochhaus sei ein materielles Geschichtszeugnis und stelle wegen seines hohen architekturhistorischen und städtebaulichen Zeugniswerts ein Baudenkmal dar, heisst es in der Begründung. Seit seiner Fertigstellung hat das Lonza-Hochhaus kaum Veränderungen erfahren.

Baut Lonza weitere Hochhäuser in Basel?

Bei Lonza freut man sich über den Eintrag. Wie man beim Unternehmen gegenüber der Basler Zeitung (BaZ) respektive deren Newsportal erklärte, ist dieser kein Hinderungsgrund für eine Weiterentwicklung des Firmengeländes zwischen Münchensteiner-, Nauen-und Lindenhofstrasse. Man sieht in der Unterschutzstellung gar eine Grundlage für eine mögliche Weiterentwicklung des Lindenhof-Areals. Wie die BaZ weiter meldet, arbeitet man laut dem Unternehmen zurzeit an einem «Bebauungsplan zur potenziellen Umsetzung eines Vorprojekts mit zwei zusätzlichen Hochhäusern auf dem Areal». Überdies ist geplant, den Lonza-Turm komplett zu sanieren.

 Beim Basler Bau- und Verkehrsdepartement weiss man von den Plänen: Wie ein Sprecher auf Anfrage der Zeitung erklärte, steht man mit Lonza im Austausch über die Entwicklung des Lindenhof-Areals. Ein konkretes Bauprojekt gebe es noch nicht. Somit dürfte auch noch nicht fest stehen, wann ein solches Bauvorhaben umgesetzt wird. (mai)

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Quelle: 0000ff, eigenes Werk, CC-by-sa 3.0/de

Der Palazzo Pirelli von Gio Ponti und Pier Luigi Nervi in Mailand.

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