14:06 BAUPROJEKTE

Sursee LU: Ein neues Quartier am Standort des Luzerner Kantonsspitals

Teaserbild-Quelle: zvg

Wenn das Luzerner Kantonsspital von Sursee nach Schenkon zügelt, verändert sich sein ehemaliger Standort am Seeufer: Als Grundeigentümer des voraussichtlich 2034 frei werdenden Areals will der Kanton hier ein sozial durchmischtes Quartier mit gehobenen und preisgünstigen Wohnungen schaffen.

Areal Luzerner Kantonsspital in Sursee

Quelle: zvg

Mit dem Neubau des Spitals und des Pflegezentrums Seeblick in Schenkon wird das bisherige Areal an der Spitalstrasse in Sursee frei.

Das rund 47’000 Quadratmeter oder zirka sieben Fussballfelder umfassende Areal soll nach dem Umzug des Spitals neu genutzt werden. Oberhalb des Sempachersees gelegen befindet sich das Grundstück in unmittelbarer Nähe zur Altstadt von Sursee. Zudem ist es gut mit verschiedenen Verkehrsmitteln erschlossen. Bereits heute sei klar, dass sich Spitalareal sich besonders gut für Wohnnutzungen eigne, sowohl für Familien, Paare, Singles als auch für Seniorinnen und Senioren,  schreibt der Kanton in seiner Medienmitteilung. 

Überdies braucht Sursee als dynamisch wachsende Gemeinde mit aktuell 11'000 Einwohnerinnen und Einwohnern sowie einer Leerwohnungsziffer von gerade mal 0,26 Prozent neuen Wohnraum.

Enge Zusammenarbeite von Kanton Luzern und Gemeide Sursee

Deshalb will der Kanton nun in den kommenden Jahren in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Sursee die Grundlagen für die Weiterentwicklung des Areals legen, mit «einer sorgfältigen Planung, breiter Mitwirkung und einer Vision, die Wohnen, Leben und Begegnung verbindet» plant er es «für die Zukunft öffnen». Sursees Bauvorsteher Romeo Venetz dazu:  «Wir wollen diese Chance nutzen und die Quartierbevölkerung motivieren, sich aktiv in diesen Prozess einzubringen. Das Areal soll einen positiven Beitrag zur Entwicklung von Sursee und zum Leben in unserer Stadt leisten.» - Auch die an das Areal angrenzenden Flächen befinden sich im Eigentum des Kantons Luzern und der Stadt Sursee. Sie werden ebenfalls in die Planungen einbezogen.


Einbezug der Quartierbevölkerung und verschiedener Interessengruppen

Parallel zur planerischen Arbeit setzen der Kanton Luzern und die Stadt Sursee daher auf Transparenz und Mitwirkung: Ab Frühling 2026 sind Workshops mit der Quartierbevölkerung und verschiedenen Interessengruppen vorgesehen. Dabei sollen Bedürfnisse, Ideen und Erwartungen in die Planung einfliessen. Dies, damit die künftige Nutzung des Areals nicht nur architektonisch überzeuge, sondern auch gesellschaftlich getragen werde. Die Bevölkerung der Stadt Sursee soll auch politisch mitentscheiden. Über die Teilzonenplanänderung wird an der Gemeindeversammlung abgestimmt.


«Mit dem Umzug eröffnet sich die einmalige Chance, den bisherigen Standort in Sursee neu zu nutzen», wird Regierungsrat Wyss in der Medienmitteilung zitiert. Wie Wyss erklärt, soll die Immobilie dafür umgezont werden. Im Zuge der nächsten Planungsschritten soll sich dann zeigen, was sich konkret realisieren lässt.

Leerstände auf dem ehemaligen Spitalareal vermeiden

Die erste Etappe des gross angelegten Projekts startet gleich nach dem Wegzug von Spital und Pflegeheim: Weil Leerstände vermieden werden sollen und sich der laut Wyss komplexe Planungsprozess über mehrere Jahre hinziehen wird, will man die Weiternutzung der bestehenden Gebäude als Variante prüfen. Eine Testplanung startet diesen Frühling. Die daraus gewonnen Erkenntnisse sollen in eine spätere Umzonung und Architekturwettbewerbe einfliessen -  bevor langfristig ein neues Quartier entsteht. 

Bereits heute sei klar, dass sich Spitalareal sich besonders gut für Wohnnutzungen eigne, sowohl für Familien, Paare, Singles als auch für Seniorinnen und Senioren , ist in der Medienmitteilung zu lesen. Nebst Wohnfläche sind gemäss Kanton Dienstleistungen und Gastronomieangebote denkbar. Die Entwicklung dieses Areals sei eine Chance für die Stadt Sursee. (mai/mgt)

Luzerner Kantonsspital erhält neuen Standort

Das LUKS Sursee ist fast 50 Jahre alt und genügt den heutigen Anforderungen an einen modernen Spitalbetrieb nicht mehr. Nach einer umfassenden Standortprüfung hat der Regierungsrat im Jahr 2023 entschieden, den Neubau auf der Schwyzermatt in Schenkon zu realisieren. Dort soll bis 2033 ein neues Spital und ein Pflegezentrum entstehen, das höchste Ansprüche erfüllt. Mit dem Neubau entsteht eine zukunftsfähige Infrastruktur, die genügend Flexibilität für die kommenden Veränderungen im Gesundheitswesen bietet. (mgt)


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