16:06 BAUPROJEKTE

Uri und Tessin überwachen Umwelt bei Bau der zweiten Gotthardröhre

Teaserbild-Quelle: © Raimond Spekking wikimedia CC BY-SA 4.0

Der Bund hat den Kantonen Uri und Tessin ein Mandat für die Umweltüberwachung beim Bau der zweiten Gotthardröhre erteilt. Sie sind somit zuständig für die Überwachung der Baustellen und Ansprechpartner für die Bauleitung.

Nordportal Gotthard-Strassentunnel

Quelle: © Raimond Spekking wikimedia CC BY-SA 4.0

Nordportal des Gotthard-Strassentunnels. (Symbolbild)

Das Bundesamt für Strassen Astra habe die umweltrechtliche Aufsicht an die beiden Kantone delegiert, weil dies lokal einfacher zu handhaben sei, hiess es beim Kanton Uri am Freitag auf Anfrage. Uri und Tessin übernehmen somit die Rolle der Aufsichtsbehörde und werden dafür entschädigt.

Der Kanton Uri habe diese Aufgabe schon bei früheren Bundesprojekten übernommen, etwa bei der Neat. Man sei dazu einerseits regelmässig mit der Umweltbaubegleitung in Kontakt und kontrolliere die Baustellen. Anderseits habe die Bauleitung somit einen Ansprechpartner vor Ort, etwa bei Störungen.

Für die Überwachung relevant sei insbesondere der Bereich ausserhalb des Tunnels, etwa bezüglich Lärm-, Luft- und Staubbelastung bei Installationsplätzen, mit Themen wie Entwässerung und Gewässerschutz bei Retentionsbecken sowie beim Aushubmaterial, von dem rund 6,3 Millionen Tonnen anfallen.

Vorarbeiten im Gange

Die Arbeiten auf der Nord- und Südseite des Tunnels sind in mehrere Lose aufgeteilt. In Göschenen haben bereits erste Rodungen begonnen aber auch der Bau einer Fussgänger- und Förderbandbrücke über die Reuss sowie die Fundierung für die Verladeanlage des Aushubmaterials.

Südlich der Alpen baut das Astra im Verlauf des Jahres ein provisorisches Salzsilo, weil das bestehende Silo am Tunnelportal dem Installationsplatz weichen muss. Die Hauptarbeiten zur zweiten Röhre am Gotthard beginnen im Norden sowie im Süden voraussichtlich 2021.

Die Bauarbeiten werden etwa sieben Jahre dauern. Der Vortrieb erfolgt zeitgleich mit je einer Tunnelbohrmaschine ab Airolo und Göschenen. Die zweite Röhre soll etwa Mitte 2029 in Betrieb gehen können. Anschliessend wird die bestehende Röhre während rund drei Jahren saniert. Ab 2032 sollen beide Tunnel zur Verfügung stehen, allerdings wird nur eine Fahrspur pro Richtung offenstehen.

Die Kosten für den Bau der zweiten Gotthardröhre belaufen sich gemäss aktueller Budgetierung auf rund 2,053 Milliarden Franken (plus/minus 15 Prozent, ohne Mehrwertsteuer). (sda)

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