Stadt Biel sichert Leugenestrasse mit Schutzdamm vor Steinschlag
Die Stadt Biel beginnt im März mit dem Bau eines Schutzdamms entlang der Leugenestrasse. Dieser soll den Abschnitt langfristig vor Steinschlag schützen und ist Teil der geplanten Strassenverlängerung.
Quelle: Google Maps
Die Leugenestrasse in Biel liegt gemäss kantonaler Gefahrenkarte in einer Zone mit erheblichem Steinschlagrisiko.
Im Jahr 2024 hatte der Bieler Stadtrat dem Verkauf von Bauland an der Leugenestrasse an die Harting AG zugestimmt, damit das Unternehmen seinen Standort erweitern kann. In diesem Zusammenhang wurde vereinbart, dass die Stadt Biel die notwendigen Sicherheitsmassnahmen zur Absicherung der Verlängerung der Strasse umsetzt.
Die Leugenestrasse liegt gemäss kantonaler Gefahrenkarte in einer Zone mit erheblichem Steinschlagrisiko. Die geplante Verlängerung der Strasse ist deshalb nur möglich, wenn das Risiko durch geeignete Massnahmen reduziert wird. Wie die Stadt Biel am Donnerstag mitteilte, sind auf der Strasse deshalb Schutzmassnahmen in zwei Etappen vorgesehen.
Der nun geplante Schutzdamm bildet die erste Etappe. Sofern das Wetter mitspielt, starten die sechswöchigen Arbeiten gemäss Mitteilung in der ersten Märzwoche. Das Bauwerk wird entlang des geplanten Neubaus der Harting AG realisiert und so gestaltet, dass sich der Damm möglichst gut in die Landschaft einfügt. Ziel sei es, die Biodiversität im Projektperimeter zu erhalten und, wo möglich, zu fördern, heisst es.
Vorläufig keine Massnahmen im Waldgebiet
Auf zusätzliche Schutzmassnahmen im angrenzenden Waldgebiet wird in dieser ersten Phase verzichtet. Der betroffene Wald im Projektperimeter ist im Kataster als «belasteter Standort mit Sanierungsbedarf» eingetragen. Dabei handelt es sich laut der Stadt um eine ehemalige Schiessanlage, die saniert werden muss. Die Schutzmassnahmen sollen deshalb in einer zweiten Etappe zeitgleich mit der Sanierung des Standorts erfolgen.
Ebenfalls in einem Gebiet mit ausgewiesenem Steinschlagrisiko liegt der Fussweg. Gemäss kantonalen Vorgaben sind laut der Stadt hier aber keine Schutzmassnahmen vorgesehen. Dies, weil es sich hierbei um einen gelb markierten Wanderweg handelt – auf solchen Wegen werden seltene Naturereignisse akzeptiert. Im Abschnitt kommen gemäss Gefahrenkarte nur Ereignisse vor, die statistisch alle 100 bis 300 Jahre auftreten. (pb/mgt/sda)