Siegerprojekt für Umbau von Bahnhof Madrid-Chamartín gekürt
Ein spanisch-niederländisches Planungsteam hat den Wettbewerb für den Umbau des Bahnhofs Madrid-Chamartín gewonnen. Der Entwurf sieht einen Erhalt der historischen Gewölbedächer sowie gestufte Terrassen vor, die den Bahnhof zur Stadt hin öffnen.
Quelle: image by bucharest studio ©Adif / Adif AV
Visualisierung: Das Siegerprojekt sieht einen Erhalt der historischen Gewölbedächer sowie gestufte Terrassen vor, die den Bahnhof zur Stadt hin öffnen.
Der Entwurf mit dem Namen «Ecosistema Abierto» («Offenes Ökosystem») stammt vom spanischen Ingenieurbüro Esteyco sowie den Architekturbüros UNS aus Amsterdam und b720 Fermín Vázquez Arquitectos aus Barcelona und Madrid. Er ging als Sieger aus einem internationalen Wettbewerb der spanischen Bahninfrastrukturgesellschaft Adif AV hervor, an dem auch prominente Büros wie Foster + Partners und Zaha Hadid Architects teilnahmen.
Eine 16-köpfige Jury vergab dem Projekt des Planungsteams einstimmig die Höchstpunktzahl – bewertet wurden unter anderem Funktionalität, bauliche Machbarkeit, Barrierefreiheit, die städtebauliche Einbindung sowie Nachhaltigkeit. Ziel war es gemäss einer Pressemitteilung, den Komplex zu einem «städtebaulichen und architektonischen Vorzeigeprojekt in Madrid» zu machen.
Gewölbedächer bleiben erhalten
Zentrales Element im siegreichen Entwurf ist der Erhalt der historischen Gewölbedächer des Bahnhofs Chamartín als charakteristisches Merkmal des Gebäudekomplexes. Durch abgestufte Terrassen wird eine Durchlässigkeit zur Stadt geschaffen, während «urbane Balkone» den Blick auf den Bahnhof freigeben und den Komplex in die Umgebung integrieren sollen.
Flankiert von neuen Hochhäusern und mit einem öffentlichen Platz vor dem Eingang soll der neue Bahnhof künftig eine breite Palette an gewerblichen Angeboten beherbergen. Im Entwurf wird der Komplex in einen «städtischen Innenhof» verwandelt, der als Mobilitätsknotenpunkt dient und einen einfachen Zugang zu Taxi und U-Bahn sowie für Fussgänger, Fahrräder und Roller bietet.
Projekt mit Architekturpreisen geehrt
«Unser Hauptaugenmerk lag darauf, den bestehenden Bahnhofs-Komplex zu erhalten und aufzuwerten sowie seine Umgebung durch eine sorgfältige Mischung aus schnellen und langsamen Nutzungen zu beleben», so Ben van Berkel vom Büro UNS in der Mitteilung. Der neue Bahnhofsbereich werde neue Menschenströme anziehen und die Lebensqualität lokal erhöhen.
Das Projekt befindet sich gemäss Mitteilung derzeit in der Entwicklungsphase. Trotzdem wurde es bereits mit einem Preis ausgezeichnet: Es wurde zum Jury-Gewinner in der Kategorie «Unbuilt Transportation» der 14. Architizer A+ Awards sowie zum Gewinner in der Kategorie «Bridges and Infrastructure» der 2024 International Architecture Awards (IAA) gekürt. (mgt/pb / V2com)
Quelle: image by b720 Arquitectos ©Adif / Adif AV
Visualisierung: Mit einem öffentlichen Platz vor dem Eingang soll der neue Bahnhof künftig eine breite Palette an gewerblichen Angeboten beherbergen.
Quelle: image by bucharest studio ©Adif / Adif AV
Visualisierung: Der Bahnhof wird von mehreren Hochhäusern flankiert.
Quelle: image by Play-Time ©Adif / Adif AV
Visualisierung: Der Bahnhofkomplex soll zu einen «städtischen Innenhof» werden, der als Mobilitätsknotenpunkt dient.
Quelle: image by Play-Time ©Adif / Adif AV
Visualisierung: Der Bahnhofkomplex soll zu einen «städtischen Innenhof» werden, der als Mobilitätsknotenpunkt dient.
Quelle: image by Play-Time ©Adif / Adif AV
Visualisierung: «Urbane Balkone» sollen den Blick auf den Bahnhof freigeben und den Komplex in die Umgebung integrieren.
Quelle: image by Play-Time ©Adif / Adif AV
Visualisierung: «Urbane Balkone» sollen den Blick auf den Bahnhof freigeben und den Komplex in die Umgebung integrieren.