Siegerprojekt für neues Hallenbad in Meggen LU steht fest
Meggen LU soll ein neues Hallenbad erhalten: Das Projekt «Wassermusik» der Zürcher Schmid Schärer Architekten hat den Wettbewerb gewonnen. Das Hallenbad soll durch einen Neubau ersetzt werden und unter anderem ein 25-Meter-Schwimmbecken erhalten.
Quelle: PD / zvg Gemeinde Meggen
Visualisierung: So soll sich das neue Hallenbad in Meggen LU dereinst präsentieren.
Das Hallenbad mit Turnhalle und Aussensportgarderoben in der Schulanlage Hofmatt stammt aus dem Jahr 1973. Der Gemeinderat habe auf Basis einer Machbarkeitsstudie entschieden, einen Ersatzneubau zu planen, teilte die Gemeinde am Mittwoch mit.
Das neue Schwimmbad soll ein 25-Meter-Becken mit vier Schwimmbahnen und doppelt so viele Garderoben erhalten wie heute. Das neue Becken soll gemäss Mitteilung in erster Linie dem schulischen Schwimmunterricht dienen und ausserhalb davon künftig auch der Bevölkerung und Vereinen zur Verfügung stehen.
72 Architekturbüros hatten sich für den öffentlich ausgeschriebenen Architekturwettbewerb beworben. Die Jury wählte in der Präqualifikation acht Büros aus, die anschliessend anonym ihre Projekte einreichten. Das Siegerprojekt heisst «Wassermusik» und stammt vom Planungsteam mit Schmid Schärer Architekten ETH SIA aus Zürich, August + Margrith Künzel Landschaftsarchitekten AG aus Binningen und Seforb s.à.r.l. aus Uster.
Tragstruktur aus Holz und Photovoltaik
Das Projekt füge sich in seiner Grösse und Anordnung gut in die bestehende Schulanlage ein, schreibt die Gemeinde. Die Jury kürte das den Entwurf einstimmig zum Sieger und würdigte gemäss Mitteilung insbesondere die «präzise Platzierung des Gebäudes, die gut funktionierenden Grundrisse und den angemessenen Einsatz der Mittel».
Bei Energie und Nachhaltigkeit erhielt «Wassermusik» laut der Gemeinde die beste Beurteilung aller eingereichten Projekte. Das Siegerprojekt sieht oberhalb des Terrains mit Ausnahme der Fluchttreppenhäuser eine Tragstruktur aus Holz vor. Das Untergeschoss wird zudem so in die bestehende Baugrube eingepasst, dass nur wenig zusätzlicher Aushub nötig ist.
Dach und Fassaden sollen weitgehend mit Photovoltaikelementen ausgestattet werden. Daneben soll auch die Umgebung mit Bäumen im Süden und der Verringerung versiegelter Flächen aufgewertet werden. Der Wettbewerbsentwurf wird nun überarbeitet und zu einem Vorprojekt weiterentwickelt. Die Megger Stimmbevölkerung kann voraussichtlich Ende 2028 über den Baukredit entscheiden. (mgt/pb)
Alle eingereichten Wettbewerbsbeiträge werden vom 10. bis 16. Dezember 2026 im Gemeindehaus Meggen öffentlich ausgestellt.