Siegerprojekt für Neubau bei Alp Betagtenzentrum in Emmen LU gekürt
Das Haus Mattli beim Alp Betagtenzentrum in Emmen LU soll durch einen Neubau ersetzt werden. Nun ist der Studienauftrag entschieden: Das Projekt «Dihei» des Teams BGP Architekten mit parbat Landschaftsarchitektur GmbH hat gewonnen.
Quelle: zvg / PD
Visualisierung: So soll der Mattli-Ersatzneubau beim Alp Betagtenzentrum in Emmen LU dereinst aussehen.
Mit dem Siegerprojekt «Dihei» entstehe ein neuer Pflegetrakt mit 72 Einzelzimmern auf vier Pflegegeschossen, teilte die Betagtenzentren Emmen AG (BZE AG) mit. Der Entwurf verbinde zeitgemässe Pflege mit einer hohen Wohn- und Aufenthaltsqualität. Das Betagtenzentrum werde dabei nicht als abgeschlossene Pflegeinstitution verstanden, sondern als Lebensort für Bewohnende, Arbeitsort für Mitarbeitende und offenes Haus für Angehörige und das Quartier.
Eine klare Verbindung von Neubau und bestehender Anlage schaffe ein stimmiges Ensemble. Besonders prägend sei die Weiterführung des «Grüngürtels»: Vielfältige Gartenräume, Bäume und gut begehbare Wege schaffen Raum für Aufenthalt, Bewegung, Begegnung und Rückzug. Auch im Gebäude sorgen laut Mitteilung Tageslicht, Ausblicke und unterschiedlich nutzbare Aufenthaltsbereiche für eine wohnliche Atmosphäre.
Neben den Pflegebereichen sind im Neubau gemäss Mitteilung auch das Restaurant Alpissimo, eine Wohngruppe für Menschen mit demenzieller Entwicklung und eine in die Wohngruppe integrierte intergenerationelle Kindertagesstätte geplant. Damit entstehen laut der BZE AG zusätzliche Möglichkeiten für Begegnung und Teilhabe. Zudem werde das Betagtenzentrum nochmals stärker mit dem Quartier verbunden.
Baueingabe Ende 2027
Das Siegerprojekt des Teams BGP Architekten mit parbat Landschaftsarchitektur GmbH setzt gemäss Mitteilung auf eine langlebige und anpassungsfähige Konstruktion sowie einen umfassenden Nachhaltigkeitsansatz. Vorfertigung, eine kompakte Bauweise und eine klare konstruktive Struktur sollen zudem eine wirtschaftliche Umsetzung und einen effizienten Betrieb ermöglichen.
Die BZE AG investiert nach eigenen Angaben 37 Millionen Franken in den Ersatzneubau. Die Vorprojekt- und Bauprojektphase ist für 2027 geplant, die Baueingabe soll Ende 2027 erfolgen. Die Bauarbeiten sollen ab Anfang 2029 starten, der Bezug in Etappen ab 2030 erfolgen. Während der Bauzeit soll die Bettenkapazität aufrechterhalten werden.
Im Rahmen des Studienauftrags wurden sechs Projektvorschläge eingereicht. Das Beurteilungsgremium hat die Qualität aller Eingaben laut Mitteilung als «bemerkenswert hoch» gewürdigt und deshalb auf eine Rangierung der weiteren Projekte verzichtet. Das Siegerprojekt «Dihei» hatte es am 4. September 2026 einstimmig zur Weiterbearbeitung empfohlen, der Verwaltungsrat der BZE AG folgte dieser Empfehlung am 9. September. (mgt/pb)