Siegerprojekt für Erweiterung der Schule Sulgenbach in Bern gekürt
Die Volksschule Sulgenbach im Berner Stadtteil Mattenhof-Weissenbühl soll saniert und erweitert werden. Im Wettbewerb hat sich das Projekt «Sully» durchgesetzt, das unter anderem eine Erweiterung des Mehrzweckpavillons vorsieht.
Quelle: ARGE Atelier Spolia GmbH FritschiBeis AG
Visualisierung: Der Pavillon soll mit der Erweiterung zum Verbindungselement zwischen Pausenplatz und Rasenfeld werden.
Die Volksschule Sulgenbach umfasst ein im Inventar der Denkmalpflege als schützenswert aufgeführtes Hauptgebäude von 1870, eine Turnhalle von 1947, einen Mehrzweckpavillon von 2005 sowie einen Erweiterungsbau und einen Holzschopf mit Baujahr 2015. Das Hauptgebäude und die Turnhalle sind sanierungsbedürftig und entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen an Pädagogik, Technik und Betrieb.
Die Stadt Bern suchte deshalb in einem offenen Projektwettbewerb für Planungsteams nach Vorschlägen für die Sanierung und Erweiterung der Schulanlage. Wie die Stadtberner Präsidialdirektion am Montag mitteilte, ist dieser nun entschieden. Aus 14 Eingaben ging das Projekt «Sully» der Berner ARGE Atelier Spolia GmbH, FritschiBeis AG, Riggenbach GmbH Garten und Landschaft, Strahm AG Umwelt- und Energietechnik, ing.-büro riesen AG und ZPF Structure AG aus Basel als Sieger hervor.
Mehrzweckpavillon wird erweitert
Das Projekt überzeugte die Jury laut Mitteilung durch einen sorgfältigen Umgang mit den Bestandsbauten und einer klaren, flexiblen Nutzungsorganisation. Die rechtwinklig zum Hauptbau ausgerichtete Gebäudeform des Pavillons wird nach Norden und Osten erweitert und erhält einen Zugang vom tiefer gelegenen Pausenplatz. Der Pavillon werde dadurch «zum Verbindungselement zwischen Pausenplatz und Rasenfeld», heisst es in der Mitteilung.
Durch die geringe Verbreiterung des Baus bleibt das Rasenspielfeld weitgehend erhalten. Im Bereich der Böschung entsteht mit Abtreppungen und einer Begrünung ein Spiel- und Aufenthaltsbereich. Zudem soll der Pausenplatz weitgehend entsiegelt werden. Für die Bestandsbauten wird der Minergie-ECO-Standard angestrebt.
Fertigstellung im Frühjahr 2031
Das Siegerprojekt wird nun gemäss den Empfehlungen der Jury weiterentwickelt. Die erwarteten Kosten für die Sanierung und Erweiterung liegen laut Mitteilung zwischen 18 und 23 Millionen Franken. Die Stadtberner Stimmbevölkerung stimmt voraussichtlich 2029 über den Baukredit ab. Während der Bauarbeiten, die von 2029 bis 2031 erfolgen sollen, werden die Schüler im Provisorium Gaswerkareal untergebracht. (mgt/pb)
Quelle: ARGE Atelier Spolia GmbH FritschiBeis AG
Visualisierung: Im Bereich der Böschung entsteht mit Abtreppungen und einer Begrünung ein attraktiver Spiel- und Aufenthaltsbereich.
Quelle: ARGE Atelier Spolia GmbH FritschiBeis AG
Visualisierung: Blick in den Innenraum des Hauptgebäudes.