Schmidheiny-Kunstmuseum Bad Ragaz: Carla Juaçaba gewinnt Wettbewerb
Dern Architekturwettbewerb zur Gestaltung eines Kunstmuseums der Familie Thomas Schmidheiny in Bad Ragaz ist entschieden: Der Beitrag der brasilianischen Architektin Carla Juaçaba und ihrem Team gewinnt einstimmig.
Quelle: Grand Resort Bad Ragaz
Die Familie Schmidheiny besitzt 85 Prozent der Anteile am Grand Resort in Bad Ragaz, das als neue Attraktion ein Kunstmuseum im Kurpark erhalten soll.
Die Unternehmer-Familie Schmidheiny, deren wichtigste Beteiligung der Baustoffkonzern Holcim ist, will ihren Heimatkanton St. Gallen mit einem neuen Kunstmuseum beschenken: Auf dem Areal des Hotel Grand Resort in Bad Ragaz, an dem die Schmidheinys 85 Prozent der Anteile halten und mittlerweile in der dritten Generation engagiert sind, soll das neue Museum gebaut werden. Geplant ist ein rund 3000 Quadratmeter grosses Gebäude. Für die Realisierung liess sich die Bauherrin, die Stiftung Kunstsammlung Thomas Schmidheiny, von renommierten Institutionen wie der Fondation Beyeler in Riehen bei Basel inspirieren.
Der Wettbewerb für das Neubauvorhaben ist nun entschieden: Aus den zwölf Beiträgen, die über ein Einladungsverfahren eingereicht wurden, hat die Jury einstimmig den Beitrag der brasilianischen Architektin Carla Juaçaba zum Siegerprojekt erkoren. Juaçaba ist bereits in der Schweiz tätig: Zusammen mit der Architektin Eva Prats ist sie seit 2023 ausserordentliche Professorin für Architektur-Design an der Architektur-Akademie in Mendrisio.
Quelle: Silva Maier
Im Kurpark fanden schon in der Vergangenheit immer wieder Skulpturenausstellungen statt, wie hier die «Ragartz» im 2021.
Kostenlos öffentlich zugänglich
Wie die Stiftung Kunstsammlung Thomas Schmidheiny mitteilt, soll im neuen Museum die private Kunstsammlung der Familie «dauerhaft und kostenlos der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden und Bad Ragaz um eine kulturelle Attraktion mit internationaler Strahlkraft und starker regionaler Verankerung bereichert werden», so die Medienmitteilung zur Wettbewerbslancierung. Der Neubau soll dabei das Hotel und seinen Park «auf harmonische Weise ergänzen und eine Symbiose zwischen Kunst, Architektur, Natur und Gastfreundschaft bilden». Das Grand Resort werde als «Ort der Kontemplation und des ganzheitlichen Wohlbefindens um eine weitere Dimension im kulturellen Bereich erweitert».
Bis dahin sind indes noch einige Hürden zu meistern: Zwar befindet sich ein Teil des Kurparkes der Familie Schmidheiny in der Zone für öffentliche Bauten. Es gibt indes auch geschützte Bereiche wie die bekannten Mammutbäume. Je nach Standort des Museums dürfte ein Sondernutzungsplan erforderlich sein.
Einer der Schwerpunkte der Kunstsammlung sind Gemälde von Ferdinand Hodler (1853 - 1918), die auf auf Max Schmidheiny zurückgehen. Zur Sammlung gehören zudem zahlreiche Werke neuer zeitgenössischer Kunst. (SDA/bk)