Neues Fachhochschulzentrum in Chur soll Mitte 2028 bereit sein
Knapp eineinhalb Jahre nach dem Spatenstich nimmt das neue Fachhochschulzentrum Graubünden in Chur Form an. Am Montag luden das Bündner Hochbauamt und die am Bau beteiligten Holzverarbeiter zu einem Rundgang über die Baustelle ein.
Quelle: Donatsch + Partner
Der Baufortschritt kann mit einer Webcam live mitverfolgt werden.
Das Bündner Hochbauamt und die am Bau beteiligten Holzverarbeiter luden am Montag unter Beisein von Regierungsrätin Carmelia Maissen, Vorsteherin des Departements für Infrastruktur, Energie und Mobilität zu einem Rundgang über die Baustelle ein. Der Neubau zählt zu den grössten Hochbauvorhaben des Kantons.
Der laufende Betrieb auf der Baustelle und das hohe Tempo erfordere eine vorausschauende Planung und Koordination, teilte das Bündner Hochbauamt am Montag mit. «Das Projekt befindet sich auf Kurs: Die gesetzten Meilensteine werden trotz straffem Zeitplan termingerecht erreicht, und auch die Kostenentwicklung bewegt sich im Rahmen der Budgetvorgaben», bilanzierte Regierungsrätin Carmelia Maissen.
Regionales Holz für Neubau
Das Holz für das Deckentragwerk stammt gemäss Mitteilung aus Bündner Wäldern. Es wurde im Winter 2024 geschlagen. Die Holzbeschaffung sei bei einem Projekt dieser Grössenordnung organisatorisch anspruchsvoll, sagt Andreas Kohne in der Mitteilung. Laut dem Kantonsbaumeister sind 33 Gemeinden, 8 Sägereien und eine Arbeitsgemeinschaft mit 4 Zimmereien daran beteiligt und müssen koordiniert werden.
Der Neubau wird weiter nachhaltig erstellt. So weist gemäss Mitteilung die Deckenkonstruktion in Holz-Beton-Hybridbauweise deutlich tiefere CO2-Emissionen als eine konventionelle Massivbauweise. «Die Untersichten der Vollholzbalken werden sichtbar bleiben und die Räume des Neubaus prägen», sagt Kohne. Über diesen Holzverarbeitungsprozess entstand unter dem Titel «Holzwege» eine dreiteilige Filmdokumentation; der finale Teil erscheint in diesen Tagen.
Quelle: Giuliani Hönger Architekten AG
Visualisierung: So könnte sich das Fachhochschulzentrum Graubünden dereinst präsentieren.
Rohbau bis Herbst abgeschlossen
In den nächsten Monaten werden die Rohbauarbeiten fortgesetzt. Im Herbst sollen diese Arbeiten abgeschlossen sein. Anschliessend startet der Einbau der Fassade. Verläuft alles nach Plan, wird das neue Fachhochschulzentrum Mitte 2028 bezogen.
Die Kosten für das Gesamtprojekt – inklusive Instandsetzung der Liegenschaft an der Pulvermühle 68 – belaufen sich auf 178 Millionen Franken. Der Grosse Rat genehmigte den Verpflichtungskredit von 151 Millionen Franken im Oktober 2022, das Bündner Stimmvolk stimmte der Vorlage im März 2023 zu. Mit dem Neubau werden künftig Lehre und Forschung für Studierende und Mitarbeitende an einem Standort vereint. Heute ist die Fachhochschule auf fünf Standorte in neun Gebäuden in der Stadt Chur verteilt. (pb/mgt)
Der Baufortschritt kann mittels Webcam live mitverfolgt werden: baucam.donatsch.ch