Naturhistorisches Museum in Basel wird erneut teurer als geplant
Die Basler Regierung bewilligt weitere 7 Millionen Franken für das neue Naturhistorische Museum, davon sind 4 Millionen Franken für behinderten- und klimagerechte Anpassungen bestimmt. Weitere 3 Millionen sind für den Parallelbetrieb vorgesehen.
Quelle: EM2N / Filippo Bolognese
Visualisierung: So soll der gemeinsame Neubau für das Naturhistorische Museum und das Staatsarchiv in Basel dereinst aussehen.
Der Grosse Rat hatte 2019 rund 32 Millionen Franken für die Betriebseinrichtung und Ausstattung des Neubaus für das Museum und Staatsarchiv im St. Johann genehmigt. Die damals verwendeten Vergleichswerte und Grundlagen seien heute jedoch überholt, teilte die Regierung am Mittwoch mit. Die Publikumserwartungen an Ausstellungen und interaktive Angebote hätten sich seither stark weiterentwickelt.
Zudem sind neue gesetzliche Grundlagen in Kraft getreten. Dazu gehören die kantonalen Klimaziele und das Behindertenrechtegesetz. So sollen zum Beispiel für Menschen mit Sehbehinderungen ertastbare Bodenleitsysteme, Beschriftungen in Braille und ertastbare Objekte angeboten werden. Nach Zustimmung der Finanzkommission hat die Regierung deshalb den Betrag von 32 auf 36 Millionen Franken erhöht.
Gesamtkosten neu bei 222,5 Millionen Franken
Während des Umzugs ab Februar 2027 bleibt das Museum am alten Standort im Berri-Bau geöffnet. Es wird Ende 2028 schliessen und Mitte 2029 im Neubau öffnen. Das Staatsarchiv wird den Neubau in Etappen beziehen. Es schliesst nur in der ersten Umzugsphase 2027/2028.
Um eine möglichst kurze Schliessdauer zu ermöglichen, werden beide Institutionen den Betrieb somit zeitweise doppelt führen. Die Regierung hat die dafür anfallenden Personal- und Sachkosten von ursprünglich 14,7 auf 17,7 Millionen Franken erhöht. Die Ausgabenbewilligung für das Gesamtprojekt inklusive Baukosten liegt damit neu bei 222,5 Millionen Franken, wie die Regierung schreibt.
Bereits im Mai 2024 bewilligte die Regierung eine Erhöhung um 1,5 Millionen Franken für zusätzliche Arbeitsflächen für die vorgeschriebene Digitalisierung der Sammlung. (sda/pb)
Quelle: Erich Meyer)
Luftaufnahme vom 20. März 2024: acht von zehn 10 Turmgeschosse waren zu diesem Zeitpunkt erstellt.