Im Seelisbergtunnel der A2 herrscht wieder Normalbetrieb
Im Seelisbergtunnel der Autobahn A2 läuft die Mitte August durch einen tödlichen Verkehrsunfall beschädigte Infrastruktur wieder normal. Die Temporeduktion auf 60 km/h wurde damit wieder aufgehoben.
Im Seelisbergtunnel, der die Kantone Nidwalden und Uri verbindet, gilt wieder die Höchstgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometern. Dies teilte das Bundesamt für Strassen (Astra) heute Montag mit. Die noch ausstehenden Reparaturen haben laut Communiqué keine Auswirkungen auf den Verkehr.
Am 14. August um 3 Uhr war ein Auto beim Südportal in Seedorf UR in den Technikraum des Seelisbergtunnels gefahren und ausgebrannt. Der Grossteil der Einrichtungen der Betriebszentrale wurde zerstört. Der neun Kilometer lange Tunnel konnte nicht mehr mit Strom versorgt werden, Beleuchtung und Sicherheitssysteme fielen aus. Nachdem die Stromversorgung über einen Dieselgenerator provisorisch wieder hergestellt werden konnte, wurde der Tunnel nach einem rund zwölfstündigen Unterbruch wieder geöffnet. Da im südlichen Teil nur eine Notbeleuchtung und ein provisorischer
Betrieb mit Generator möglich war, galt dort eine Tempobeschränkung.
Transformatoren mussten zuerst trocknen
Ein Grund für den langen provisorischen Betrieb war gemäss Astra, dass die Transformatoren beim Löschen des Brandes nass geworden waren. Sie hätten während mehreren Wochen getrocknet werden müssen, hiess es weiter. Danach seien umfangreiche Messungen und Tests nötig gewesen. Auch Kabelanlagen und Funkkabel sind bei dem Unfall zerstört worden. Wegen den langen Lieferfristen konnten bislang nicht alle
Komponenten ersetzt werden. Die betreffenden Komponenten seien soweit repariert worden, dass die Versorgung der Tunnelsysteme gewährleistet sei, teilte das Astra mit.