ETH: Neues Erdbeobachtungszentrum in Root LU
Die ETH Zürich baut in Root LU ein Erdbeobachtungszentrum. Bereits diesen Sommer soll die Forschungseinrichtung eröffnet werden.
Quelle: D4 Business Village
In Root D4 sieht die ETH den idealen Standort für das neue Forschungszentrum.
In Root bei Luzern entsteht derzeit das Erdbeobachtungszentrum «ETH Swiss Geolab»: Dieses wird Daten aus dem All, aus der Luft und vom Boden, sowie KI-gestützte Analysemethoden und Hochleistungsrechner nutzen. Ziel sind konkrete Anwendungen wie die Früherkennung von Naturkatastrophen oder die Prognose landwirtschaftlicher Erträge.
Ein erstes Pilotprojekt soll die Früherkennung von Massenbewegungen wie Fels- und Bergstürzen durch Satellitenbilder sein. Bestehende kantonale Systeme sollen dazu optimiert und auf die gesamten Schweizer Alpen ausgeweitet werden.
Quelle: ETH
Neben dem unternehmerischen Umfeld war die gute Verkehrsanbindung für den Standortentscheid massgebend.
Unternehmerisches Umfeld entscheidend
Das Forschungszentrum soll bereits diesen Sommer seinen Betrieb aufnehmen; bis 2030 sollen dann rund 100 Expertinnen und Experten in Root tätig sein. Die Wahl fiel auf das «D4 Business Village» in der Nähe von Luzern, Root gefallen, weil es über sofort verfügbare und erweiterbare Flächen sowie eine gute ÖV-Verbindung nach Zürich verfügt. Ausschlaggebend für den Standort-Entscheid war zudem das unternehmerische Umfeld mit dem benachbarten Technopark Luzern.
Anfangs waren sieben Standorte in die engere Wahl aufgenommen worden, nachdem bei der Wirtschaftsförderung Luzern 46 Bewerbungen für das «Swiss Geolab» eingegangen waren. Der Kanton Luzern freut sich über einen attraktiven Partner: Es entsteht in Root ein «Innovationscluster, von dem der Kanton Luzern und die gesamte Zentralschweiz profitieren», so der Regierungsrat.
Das Zentrum wird laut der ETH Zürich durch eine Spende der Jörg G. Bucherer-Stiftung ermöglicht, in der Höhe von hundert Millionen Franken. Um den Aufbau des Forschungszentrums zu unterstützen, beteiligt sich der Kanton Luzern mit 2,8 Millionen an den Kosten für die Infrastruktur des Standorts. (SDA/bk)