14:08 BAUPROJEKTE

Einmalig in der Schweiz: der Baumwipfelpfad Neckertal

Teaserbild-Quelle: Visualisierungen und Pläne: zvg

Hoch hinaus und mit ungewöhnlichen Einblicken in die Naturwird oberhalb des Mogelsbergs der erste Baumwipfelpfad der Schweiz führen. Die Finanzierung ist fast sichergestellt und bereits im Frühjahr 2018 ist die erste Begehung geplant.

Natur hautnah sehen, spüren, hören und riechen und dabei ungewöhnliche Ausblicke mit Panorama geniessen - das versprechen die Initianten des Projekts Baumwipfelpfad Neckertal. Das Bauwerk soll sich harmonisch in die bestehende Natur und Kulturlandschaft einfügen.Topografisch aufgewertet wird der 500 Meter lange Rundgang durch ein stark kupiertes Gelände und steile Taleinschnitte. Einzigartige Passagen mit Weitblick werden dadurch möglich. Der Pfad ragt stellenweise über die Baumbestand des Waldes hinaus und öffnet so den Blick über die tiefer gelegene Landschaft.

Der Baumwipfelpfad besteht aus einer geschwungenen Konstruktion in Ständerbauweise. Die filigrane Struktur ermöglicht eine naturschonende Bauweise mit minimalen Eingriffen in die Umgebung. Der Zugang zum Pfad befindet sich in unmittelbarer Nähe eines bestehenden Blockhauses. Er schlängelt sich auf annähernd gleicher Höhe durch das Gelände.Die gesamte Konstruktion besteht überwiegend aus Holz. Lediglich in den steilen Partien werden aus statischen Gründen einzelne Stützen mit einer Stahlkonstruktion ergänzt. Die Verankerung im Boden erfolgt mit Krinner-Schraubfundamenten und einzelnen Betonfundamenten. Der gesamte Weg ist mit einem beidseitigen Geländer aus Stahl mit hölzernem Handlauf gesichert.

Die Baubewilligung liegt inzwischen vor, wie das St. Galler Tagblatt berichtet. Auch die 3,8 Millionen Franken Projektstudien- und Baukosten sind zugesagt. Ein Grossteil, nämlich 1,2 Millionen Franken, wird vodie St. Galler Kantonalbank beigesteuert. Der Kanton beteiligt sich mit 200`000 Franken aus dem Lotteriefonds. Auch die Standortgemeinde unterstützt das Projekt mit 150`000 Franken. Zudem haben bereits 1200 Personen das Projekt in Form einer gespendeten Holzbohle unterstützt.

In diesen Tagen sollen die Bauarbeiten starten. Die Genossenschaft Baumwipfelpfad wird laut der Schatzmeisterin Lucrezia Meier-Schatz von WK-Soldaten beim Bau unterstützt. Die Genossenschaft zählt inzwischen rund 200 Mitglieder. Die freiwilligen Arbeiten haben bereits vor Wochen begonnen. Elemente und Stützen aus Weisstanne liegen bereit, um in den kommenden Wochen in den Wald montiert zu werden. Im Herbst soll das Empfangszentrum gebaut werden. Das Projekt wird mit einen Umweltbildungspfad ab Bahnhof Mogelsberg vervollständigt. Zudem werden an rund 40 Stationen werden Informationen zu Florau und Fauna geboten.

Der Baumwipfelpfad ist allerdings nichts neues. So gibt es in allen Teilen Deutschlands rund 20 solcher Erlebnisstrecken. (cb)

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