13:08 BAUPROJEKTE

Chur: Neues Hochschulzentrum für 125 Millionen Franken

Teaserbild-Quelle: zvg

Die Bündner Regierung will in Chur für 125 Millionen Franken ein neues Hochschulzentrum bauen. Realisiert werden könnte das Projekt für die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) bis zum Jahr 2025. Ein Wort mitzureden haben auch das Kantonsparlament und das Stimmvolk.

Das Hauptgebäude der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW.

Quelle: zvg

Das Hauptgebäude der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW.

Bereits im Januar 2017 hat die Bündner Regierung entschieden, am Standort Chur ein Hochschulzentrum zu bauen. Es folgten Prüfungen möglicher Standorte im Hinblick auf die Verfügbarkeit der Grundstücksflächen, die Erschliessungs- und Erweiterungsmöglichkeiten sowie der Kosten und der Dauer einer Realisierung.

Aufgrund dieser Standortanalyse beantragt die Regierung nun dem Grossen Rat, ein Hochschulzentrum auf dem Areal Pulvermühle mit dem bereits bestehenden Schulgebäude zu realisieren. Der Standort weise die kürzeste Realisierungszeit und die tiefsten Kosten auf.

Bund stellt 30 Millionen Franken in Aussicht

Bei den Kosten von 125 Millionen Franken handelt es sich laut der Mitteilung um Bruttoinvestitionen. Vom Bund erwartet die Kantonsregierung 30 Millionen Franken. Zudem sollte der Verkauf von Liegenschaften der HTW weitere fünf Millionen einbringen. Daraus resultiert ein Geldbedarf des Kantons von 90 Millionen Franken.

Der Baukredit muss aber erst noch vom Kantonsparlament und den Stimmberechtigten genehmigt werden. Bei einem optimalen Projektverlauf könnte laut Regierung bis 2022 der Baukredit vom Grossen Rat und dem Volk genehmigt und das Hochschulzentrum bis 2025 erstellt werden.

Loslösung vom Ostschweizer Verband

Gemäss Regierungsangaben hat die Neustrukturierung des Verbandes Fachhochschule Ostschweiz (FHO) zur Folge, dass die Trägervereinbarung für die Hochschule NTB (ehemals Neu technikum Liechtenstein) zwischen den Kantonen St. Gallen und Graubünden sowie dem Fürstentum Liechtenstein aufgehoben wird. Diese angestrebte Loslösung vom Verband muss ebenfalls vom Bünder Parlament genehmigt werden. (mgt/pb)

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