Bund genehmigt Verlängerung der Tramlinie nach Kleinwabern
Die geplante Verlängerung der Tramlinie 9 bis nach Kleinwabern hat eine weitere Hürde genommen. Der Bund hat die Projekte «Tram Kleinwabern» und die damit verbundene «Sanierung Zentrum Wabern» genehmigt.
Das Bundesamt für Verkehr (BAV) erteilte die Plangenehmigung mit einer Verfügung vom 5. Oktober, wie Bernmobil, der Kanton Bern und die Gemeinde Köniz am Dienstag gemeinsam mitteilten. Derzeit laufe die Beschwerdefrist im Bewilligungsverfahren.
Die Bauarbeiten für die Projekte sollen laut Mitteilung frühestens im Jahr 2028 starten. Der Zeitpunkt der Inbetriebnahme ist noch offen und hängt von allfälligen Beschwerden ab, wie ein Sprecher von Bernmobil auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.
Baustart mehrmals verzögert
Der Baubeginn der beiden Verkehrsprojekte hat sich schon mehrmals verzögert, etwa wegen des Plangenehmigungsverfahrens und des Baukonzepts. Zuletzt wollten die Beteiligten frühestens ab Sommer 2027 bauen. Als eine Voraussetzung für den Bau finden seit September 2025 im Bereich der künftigen Tramwendeschlaufe archäologische Grabungen statt.
Die Tramlinie 9 verbindet heute das Wankdorf mit Wabern. Geplant ist neben der Verlängerung ein neuer Knotenpunkt in Kleinwabern, der Umsteigemöglichkeiten zwischen S-Bahn, Bus und Tram bietet. Das zweite Projekt sieht eine Sanierung der Seftigenstrasse im Zentrum von Wabern vor. Dadurch soll die Situation für den Velo- und Fussverkehr sicherer werden. (sda/pb)