Neuer Leitfaden: Wie Feuchtwälder auferstehen
Quelle: gemeinfrei, wikimedia
Moore dürften im Zuge der Hitze leiden. Im Bild: Tourbière des Ponts-de-Martel, ein Torfmoor im Jura.
Sie sind Horte der Biodiversität und wirken den Folgen des Klimawandels entgegen: Auen-, Sumpf- und Moorwälder. Viele dieser Landschaftens sind in der Schweiz über die Jahrhunderte verschwunden: Man rodete oder entwässerte sie zu Gunsten von Forst- und Landwirtschaft. Wie wertvoll diese Landstriche für ihre Umgebung sind und mit welchen Massnahmen sie sich wiederbeleben lassen, zeigt der neue Leitfaden "Biodiversität fördern durch die Wiederherstellung feuchter und
nasser Wälder" auf, der von Fachleuten der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), der Eawag und der ETH erarbeitet worden ist.
Einfache Baumassnahemne und die Hilfe vom Biber
Weil feuchte Wälder oft an Ufern, Mooren und ehemaligen Überschwemmungsbereichen lagen, lässt sich der Wasserhaushalt, den sie benötigen, mit einfachen Baumassnahmen wieder herstellen: etwa indem Entwässerungsgräben angelegt, Sickerleitungen entfernt oder Bäche und Flüssen wieder renaturiert werden. Oder man greift auf die Hilfe des Bibers zurück, der mit seinen Bauten nicht nur stören sondern auch wertvolle Feuchtgebiete schaffen kann
«Feuchte Wälder und deren Gewässer werden oft innerhalb kurzer Zeit von Amphibien, Insekten und weiteren Arten als Lebensraum entdeckt und angenommen», so Karen Busmann-Charran von der Eawag. Laut WSL sind etwa 84 Prozent aller Arten der Schweiz an solchen Orten heimisch. Zudem fördert die Wiederherstellung dieser Lebensräume auch das angesichts des Klimawandels wertvolle Torfmoos: Es kann grosse Mengen CO2 speichern. (mgt/mai)
Den Leitfaden "Biodiversität fördern durch die Wiederherstellung feuchter und nasser Wälder" kostenlaos herunterladen auf https://synthesebiodiv.wsl.ch/de/syntheseprodukte-und-publikationen/