09:08 BAUPRAXIS

Lichtbeton: Spektrum neuer Anwendungen

Geschrieben von: Stefan Schmid (sts)
Teaserbild-Quelle: Lucem GmbH

Die Weiterentwicklung von Lichtbeton eröffnet der Gestaltung von Räumen und Fassaden neue Möglichkeiten. Glasfasern gewährleisten die Lichtdurchlässigkeit von Beton. Und lichtleitende Elemente erlauben spektakuläre Farb- und Lichtspiele.

Bar Radisson Blu in Hamburg

Quelle: Lucem GmbH

Die Bar Radisson Blu in Hamburg.

Für die Gestaltung von Innen- und Aussenflächen mit Lichtbeton gab es vor Jahren einen regelrechten Hype, der etwas abgeklungen zu sein schien. Doch aus der Weiterentwicklung des transluziden Betons ist inzwischen eine breite Palette von Anwendungen entstanden. 

An Fassaden lassen sich mit Lichtbeton einzigartige Akzente setzen, Eingänge zu Aufzügen oder Treppenaufgänge erhalten durch das neue Gestaltungselement optisch eine Aufwertung. Arbeits- und Aufenthaltsbereichen erhalten ein ästhetisch ansprechendes Ambiente. Gestaltet werden mittlerweile auch Möbel oder Abdeckungen von Küchen, Nasszellen – sogar Grabsteine. In Sakralbauten entstehen überraschende Lichtimpressionen. 

Bewährtes Material mit neuen lichtleitenden Elementen

Um die Lichtdurchlässigkeit zu erreichen, werden feinkörnigem Beton lichtleitende Glasfasern beigemischt. Je mehr Glasfasermatten eingesetzt werden, umso höher ist die Lichtdurchlässigkeit, wobei die Effekte durch natürliche oder künstliche Lichtquelle erreicht werden können. 

Um die Wirkung mit einem Wechselspiel von Licht, Schatten und Farben zu steigern, werden Glasfasern und LED oder mehrfarbige RGB-Chips kombiniert und strukturiert ins Trägermaterial mit unterschiedlicher Bauteildicke eingebettet. Optisch bilden dabei der Beton und die lichtleitenden Elemente eine Einheit, wobei die betontypischen Eigenschaften wie Stabilität, Hygiene und Feuerfestigkeit erhalten bleiben. 

Serienfertigung macht Lichtbeton erschwinglich

Während zu Beginn die Fertigung der Elemente aus Leichtbeton noch manuell erfolgte, werden diese heute in Serien hergestellt, was die Kosten senkt und mit der technischen Weiterentwicklung eine Fülle neuer Anwendungen ermöglicht. Seit Jahren auf dem Markt tätig ist auch das deutsche Unternehmen Lucem, das in Zusammenarbeit mit Designern Aussenflächen von Gebäuden und Innenräume mit Licht und Farbe spektakulär in Szene setzt. 

Geschrieben von

Redaktor Baublatt

Seine Spezialgebiete sind wirtschaftliche Zusammenhänge, die Digitalisierung von Bauverfahren sowie Produkte und Dienstleistungen von Startup-Unternehmen.

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