13:08 BAUPRAXIS

Keine Energiepreiserhöhung in der Grundversorgung für 2023

Teaserbild-Quelle: EWZ

Die EWZ-Kundinnen und Kunden in der Grundversorgung in der Stadt Zürich und im Versorgungsgebiet in Teilen Graubündens profitieren von unverändert stabilen Energiepreisen. 

Haltestelle Hardplatz Zürich_EWZ

Quelle: EWZ

Tramhaltestelle EWZ in der Stadt Zürich.

Der EWZ-Stromtarif setzt sich aus den Komponenten «Energielieferung», «Netznutzung» und «Abgaben» (kommunale Abgabe sowie der Netzzuschlag als nationale Abgabe) zusammen. Da EWZ über genügend eigene Wasser- und Windkraftwerke sowie Photovoltaikanlagen für die Stromproduktion verfügt, können Kunden in der Grundversorgung zu stabilen Produktionskosten beliefert werden. Die aktuell grossen Preisschwankungen am Strommarkt haben keinen Einfluss auf die Preiskalkulation. Die Tarifkomponente «Energielieferung» bleibt für das Jahr 2023 unverändert stabil für die Kunden in der Stadt Zürich und in den von ewz direkt belieferten Gebieten in Graubünden.

Erhöhung der «Netznutzung» aufgrund gestiegener Tarife der Swissgrid

Die Swissgrid AG als nationale Übertragungsnetzbetreiberin kündigte an, ihre Tarife insbesondere für die allgemeinen Systemdienstleistungen von 0,16 Rp./kWh im Jahr aktuellen Jahr auf 0,46 Rp./kWh für das Jahr 2023 zu erhöhen. Entsprechend muss DAS EWZ die Preiskomponente «Netznutzung» anpassen.

Erfolgreiches 2000-Watt-Förderprogramm

Mit den 2000-Watt-Förderbeiträgen unterstützt das EWZ in der Stadt Zürich und in den beitragsberechtigten Ortschaften im Kanton Graubünden unter anderem

Energieeffizienzmassnahmen, den Bau von Solaranlagen sowie den Ersatz von Heizungen mit fossilen Brennstoffen durch Wärmepumpenanlagen oder den Anschluss an Wärmeverbunde. In den Jahren 2021 und 2022 ist die Anzahl der Fördergesuche stark angestiegen, was ein Beleg für die Bereitschaft der Bevölkerung und Unternehmen ist, in eine CO2-neutrale Zukunft zu investieren – insbesondere in Photovoltaik, Heizungsersatz und Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Damit der grossen Nachfrage auch weiterhin entsprochen werden kann, wird die Tarifkomponente «Abgaben» (kommunale Abgabe) für 2023 in der Stadt Zürich von 1,85 Rp./kWh auf 2,15 Rp./kWh und in den beitragsberechtigten Ortschaften in Graubünden von 1,40 Rp./kWh auf 1,70 Rp./kWh angepasst.

Moderate Veränderung des Gesamttarifes

Ein Zweizimmer-Haushalt, der das Standardprodukt «ewz.natur» oder «ewz.econatur» bezieht, hat für 2023 mit einer rund 16 Franken höheren Stromrechnung zu rechnen. Wer sich für das ökologisch hochwertigste Produkt «ewz.pronatur» aus 100 Prozent «naturemade» star-zertifiziertem Naturstrom entschieden hat, wird rund 33 Franken pro Jahr mehr einkalkulieren müssen. Dies weil die Teilrückvergütung des Netzzuschlags sich von 1,70 Rp./kWh auf 0,70 Rp./kWh verändert. Ausschlaggebend dafür ist das Auslaufen der Einspeisevergütung per 1. Januar 2023 als Teil des Netzzuschlags. Diese dient als Bemessungsgrundlage für die Rückvergütung. (mgt)


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