12:10 BAUPRAXIS

Europäische Tage des Denkmals: Hereinspaziert, ins Bruderholz

Geschrieben von: Manuel Pestalozzi (mp)
Teaser-Quelle: Manuel Pestalozzi

«Gewusst wie», lautete das Motto der diesjährigen Europäischen Tage des Denkmals. Dies impliziert auch: «Gewusst wo». Eine der Besichtigungstouren führte in die Stadt Basel. Im Quartier Bruderholz wurden städtebauliche Entwicklungen im gesellschaftlichen Kontext veranschaulicht.

Ausblick

Quelle: Manuel Pestalozzi

Der Blick vom Wasserturm schweift über das beschauliche Quartier hinweg in die Ferne.

Die Europäischen Tage des Denkmals würdigen das Kulturerbe jeweils auf spezielle Weise. Unbekannte Quartiere lassen sich erkunden, Innenräume historische Gebäude bestaunen und neue Erkenntnisse über städtebauliche Strukturen erschliessen. Am 11. September fanden auch Besichtigungstouren durch das Basler Quartier Bruderholz statt.

Durchs Gehölz zur «Gartenstadt»

Die Gegend rund ums Bruderholz gilt als der Ort, «wo die reichen Leute wohnen». Neben repräsentativen Villen umfasst das Wohnquartier aber auch Gebäude, welche auf Ideale der Gartenstadtidee verweisen. Das Quartier liegt südlich des Zentrums. Vom Bahnhof SBB ist zuerst das mit Blockrandbebauungen belegte Gründerzeitquartier Gundeldingen zu durchqueren, «Gundeli» genannt. In wenigen Minuten ist ein bewaldeter Hang erreicht, an dessen Fuss sich der idyllische Margarethenpark ausbreitet. Er gehört zwar der Stadt, befindet sich aber bereits jenseits der Kantonsgrenze. Dieser für Basel typische Stadt-Land-Gegensatz prägte auch die Entwicklung im Bruderholz.

Bruderholz und «Gundeli» sind topografisch durch die Wolfsschlucht getrennt. Im bewaldeten Tobel wurden 1930 Tramgeleise verlegt. Sie machten die 1915 realisierte Tramlinie, die aus Osten vom Dreispitzareal her aufstieg, zur Ringbahn. Erst diese Erschliessung durch den öffentlichen Verkehr ermöglichte die Entwicklung des Wohnquartiers.

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