13:08 BAUPRAXIS

Brenner-Basistunnel: Das grösste Baulos Österreichs ist vergeben

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Ein europäisches Konsortium wird 18 Kilometer des Basistunnels durch den Brenner in Österreich bauen. Das Auftragsvolumen liegt bei rund einer Milliarde Euro Franken. Es ist das grösste Baulos in der Geschichte des Landes.

Brenner-Basistunnel: Erkundungsstollen Ahrental-Pfons des Brenner-Basistunnels.

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Brenner-Basistunnel: Erkundungsstollen Ahrental-Pfons des Brenner-Basistunnels.

Mit dem Basistunnel unter dem Brennerpass entsteht als österreichisch-italienisches Gemeinschaftsprojekt die längste unterirdische Eisenbahnverbindung der Welt. Zusammen mit der Umfahrung Innsbruck, in die der Tunnel unterhalb von Aldrans mündet, sind die beiden Röhren je 64 Kilometer lang. Das Baulos Pfons-Brenner ist nun vergeben worden, und zwar an das Porr Konsortium, bestehend aus der Porr Bau GmbH, ihrer Tochter Hinteregger und Joint Venture Partnern aus Italien sowie dem Vorstand der Brenner Basistunnel Gesellschaft. Das Auftragsvolumen liegt laut einer Mitteilung des Konsortiums bei rund 966 Millionen Euro und ist das grösste Baulos in der Geschichte Österreichs. „Wir sind sehr stolz darauf, den Zuschlag für das bislang grösste Tunnelprojekt Österreichs erhalten zu haben. Das rund 18 Kilometer lange Baulos stellt aufgrund der komplexen geologischen Gegebenheiten und den beschränkten Platzverhältnissen eine anspruchsvolle Herausforderung dar“, so Porr-CEO Karl-Heinz Strauss.

Der Bauabschnitt H51 Pfons-Brenner umfasst die Realisierung von zwei Haupttunnelröhren zwischen Pfons und Brenner, rund neun Kilometer Erkundungsstollen sowie die Nothalte- und Überleitstelle bei St. Jodok. Wie Porr schreibt, werden die beiden eingleisigen Röhren vorrangig mit Tunnelbohrmaschinen mit einem Ausbruchdurchmesser von 10,37 Meter aufgefahren, womit sich eine Strecke von bis zu 30 Meter pro Tag und Tunnelbohrmaschine vorgetrieben werden kann. Der Ausbruch des Erkundungsstollens erfolgt durch Sprengvortrieb mit Spritzbetonsicherung. Die Bauarbeiten starten in Kürze und dauern zirka sechs Jahre. (pd/mt)

Einen Überblick zum Gesamtprojekt finden Sie hier.

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