Ausstellungstipp: Roboter als Kollege auf der Baustelle
Sie können die Arbeit auf der Baustelle nicht nur erleichtern, sondern auch die Fähigkeiten von Bauleuten erweitern: Roboter. Die ETH Lausanne (EPFL) präsentiert mit ihrer Ausstellung «Do Robots Dream of Construction Sites?» auf den aktuellen Stand der Entwicklung und wirft einen Blick die Zukunft.
Quelle: EPFL
Roboter als Helfer statt als Konkurrenz: Roboter mauern mit Glassteinen
Roboter können schwere, körperlich anstrengende und gefährliche Arbeiten übernehmen, günstiger produzieren oder gar völlig neue Möglichkeiten eröffnen. Gleichzeitig können ihretwegen auch Berufe aussterben oder Arbeitsplätze verloren gehen, weil sie die Arbeit des Menschen überflüssig machen. Besonders deutlich zeigt sich dieses Spannungsfeld im Bau: Während immer wieder von spektakulären Vorzeigeprojekten die Rede ist, ist der Arbeitsalltag auf der Baustelle auch heute noch weitgehend von menschlicher Arbeitskraft geprägt.
Warum Robotertechnologien im Bau noch nicht in grossem Umfang angekommen sind, welche Rolle Roboter und Maschinen spielen könnten und welche Herausforderungen damit verbunden sind, zeigt die Ausstellung der EPFL «Do Robots Dream of Construction Sites» noch bis 5. Dezember. Hinter der Schau steht das Lab for Creative Computation der ETH Lausanne (CRCL), das die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine erforscht und im Rahmen der Ausstellung nun verschiedene Projekte vorstellt: Sie reichen von konkreten, praktischen Anwendungen bis hin zu Zukunftsszenarien.
Zu sehen sind etwa Prototypen der künstlichen Helfer, die man auch in Aktion beobachten kann, sei es bei Livedemonstrationen oder in Filmaufnahmen. So geht es etwa um einen Roboter, der selbstständig einen Bogen aus Glassteinen mauert, oder um ein interaktives System, mit dem sich ausrangierte Holzteile zusammenfügen lassen. Zudem werden Arbeitsabläufe vorgestellt, in denen Menschen mit Robotern tragende Wände errichten.
Doch das ist nicht alles: «Der Weg in eine Zukunft, in der Roboter nahtlos in das komplexe Ökosystem der Baubranche eingebettet sind, braucht nicht nur technische Innovationen», heisst es in der Dokumentation zur Ausstellung. «Es sollte auch aus historischer und gesellschaftlicher Sicht betrachtet werden.» Letztlich rät das Lab, im Roboter nicht einen Ersatz für den Menschen zu sehen, sondern über Szenarien nachzudenken, in denen die Maschine den Menschen unterstützt und seine Fähigkeiten erweitert. (mgt/mai)
Do Robots Dream of Construction Sites? bis 5. Dezember, Archizoom, ETH Lausanne
Öffnungszeiten: Mo bis Fr. 9.30 bis 17.00, Di. 9.30 bis 20 Uhr
Sonderöffnungszeiten: Samstag, 26. September 14 Uhr bis Mitternacht / Samstag & Sonntag, 7. und 8. November, 10 bis 17 Uhr / Samstag, 5. Dezember , 14 bis 18 Uhr
Weitere Infos zur Ausstellung auf www.epfl.ch