Abtauchen in 150 Jahre Bäder- und Architekturgeschichte
Pünktlich zur Badisaison hat der Schweizer Heimatschutz seinen Führer «Die schönsten Bäder» neu aufgelegt, ihn überarbeitet und die Tipps aktualisiert, rund die Hälfte sind neu.
Quelle: Baugeschichtliches Archiv
Auch heute wird hier noch in den Zürichsee gesprungen: Postkarte vom Seebad Utoquai in Zürich, es ist einer der Bäder, das im Führer vorgestellt wird.
Der Band weist den Weg zu insgesamt 50 Architekturhighlights für Badenixen und Sonnenanbeter. Dazu gehört etwa das Freibad von Heiden AR, dessen Gebäude an einen farbenfroh gestreiften Schiffskamin erinnert, oder das neu hinzugekommene mondän-mediterrane Atmosphäre verströmende Gruebi Bad in Adelboden. Die beiden zu Beginn der 1930er-Jahre eröffneten Anlagen stammen aus der Feder des Schweizer Bauingenieurs, Architekten und Bäderbaupionier Beda Hefti, dessen elegante Oasen für heisse Sommertage in beinahe der ganzen Schweiz zu finden sind. Ein paar weitere davon haben ebenfalls Eingang in das Büchlein gefunden.
Daneben präsentiert es auch Kleinode neueren Datums, zum Beispiel den Badesee Davos Munts oder das Strandbad am Hüttwilersee im Thurgau. Die Vielfalt der Anlagen ist eindrücklich und die Zeitspanne, die sie umfassen, ebenfalls: Sie reichen von Europas ältester Badeanstalt – der 1870 eröffneten Schaffhauser Rhybadi – bis zur 2023 in Betrieb gegangenen Plage des Jeunes Rives in Neuenburg. - Jede Badi wird in einem Porträt vorgestellt, das auf ihre Architektur- und Baugeschichte eingeht, Piktogramme liefern Basisinformationen zu Wasserqualität und Eintritt.
Und so kann man mit dem Büchlein nicht nur im wörtlichen Sinn in Schweizer Architektur- und Badegeschichte eintauchen, sondern es bringt die Wasserlandschaften vom Rhein bis zum Luganer- oder Genfersee näher. (mai)
«Die schönsten Bäder», Hrsg. Schweizer Heimatschutz, ISBN 978-3-907209-18-9, 128 Seiten, Format A6, Zweisprachig D/F. Preis: 20 Franken. Bestellen auf https://store.heimatschutz.ch
Quelle: Schweizer Heimatschutz
Pavillon im Gruebibad in Adelboden: Vor wenigen Jahren ist die Anlage von Beda Hefti aufwendig saniert und leuchtet nun in wieder in den ursprünglich vorgesehenen Farben.