Zahl der Firmenpleiten steigt nach neun Monaten um einen Drittel
Die Zahl der Firmenkonkurse in der Schweiz ist in den ersten neun Monaten des Jahres um über einen Drittel höher ausgefallen als noch im Vorjahr. Besonders gilt dies für das Baugewerbe, die Gastronomie und der Detailhandel, wie die Wirtschaftsauskunftei Crif am Freitag in einer Analyse schreibt.
Im Zeitraum von Januar bis September dieses Jahres haben laut den Crif-Zahlen über 11'412 Unternehmen der Konkurs eröffnet. Dies bedeutet einen Anstieg von 36,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ein wesentlicher Grund für den Anstieg sei eine Gesetzesänderung in der Schweiz, heisst es in der Mitteilung. Denn seit dem 1. Januar 2025 können auch Steuerschulden bei im Handelsregister eingetragenen Schuldnern auf Konkurs betrieben werden.
Auch Immobilienbranche von vielen Konkursen betroffen
Spitzenreiter bei den Fallzahlen sind das Baugewerbe (1380 Fälle), die Gastronomie (1019) und der Detailhandel (895). Einen überdurchschnittlich starken Anstieg zeigten die Konkurseröffnungen bei den Finanzdienstleistungen (+66 Prozent), bei den Unternehmensberatungen (+65,9 Prozent) und in der Immobilienbranche (+57,2 Prozent).
Geographisch verzeichnete der Kanton Appenzell Ausserrhoden den höchsten prozentualen Anstieg mit einem Plus von 138% gefolgt vom Kanton Jura (+111 Prozent) und dem Kanton Thurgau (+86 Prozent). Rückläufig waren die Zahlen im Kanton Aargau (-8,6 Prozent), Solothurn (-6,9 Prozent) und Schwyz (-4,6 Prozent). (awp sda/mai)