15:04 BAUBRANCHE

Bundesrat regelt Stromvergütungen bei negativen Marktpreisen

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Der Bundesrat will dafür sorgen, dass an sonnigen Tagen weniger Solarstrom ins Netz eingespeist wird. Der Strom selbst verbraucht oder zwischengespeichert werden. Mit diesem Ziel hat er heute Mittwoch eine Änderung der Energieverordnung vorgenommen. Sie tritt per 1. Juli in Kraft.

Weil in der Schweiz immer mehr Solarstrom produziert wird, kommt es an sonnigen Tagen häufiger zu Stromüberschüssen. Die Folge: eine steigende Anzahl an Stunden, in denen die Marktpreise negativ sind. Können sich Netzbetreiber und Produzenten dann nicht über eine Vergütung einigen, soll die Vergütung neu dem Marktpreis zum Zeitpunkt der Einspeisung entsprechen.  Mit der neuen Regelung will der Bundesrat dafür sorgen, dass bei tiefen oder negativen Preisen weniger Strom ins Netz eingespeist und stattdessen der produzierte Strom selbst verbraucht oder zwischengespeichert wird.

Die Minimalvergütungen für Produzenten mit Anlagen mit einer Leistung von unter 150 Kilowatt (kW) werden laut Medienmitteilung nicht geändert. Liegt der Referenz-Marktpreis unter der jeweiligen Minimalvergütung, wird die Differenz durch den zuständigen Netzbetreiber quartalsweise ausgeglichen und an die Produzenten ausbezahlt.

Im Sommer 2024 hiess es beim Elektrizitätsunternehmen Axpo gegenüber der Nachrichtenagentur AWP, die Anzahl Stunden mit negativen Preisen hätten sich in der Schweiz von bisher unter 100 pro Jahr auf bereits über 200 Stunden im genannten Jahr erhöht. Das Phänomen werde sich verschärfen, solange es nicht möglich sei, Photovoltaikanlagen grossflächig abzuschalten oder den Strom anderweitig zu nutzen. Das sagte ein anderes Elektrizitätsunternehmen, nämlich Repower.

Schluss mit Energieetikette auf Kaffeemaschinen

Der Bundesrat hat heute noch weitere Änderungen an Verordnungen im Energiebereich vorgenommen: So passte er unter anderem die Energieeffizienverordnung so an, dass es künftig in der Schweiz keine Energieetikette mehr auf Kaffeemaschinen braucht. Diese Anforderung wich von EU-Recht ab. (mgt/sda/mai)

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