15:30 BAUBRANCHE

Produktivität in der Schweiz höher als angenommen

Teaserbild-Quelle: seonghyeonyun0, Pixyabay, gemeinfrei

Für die wirtschaftliche Produktivität in der Schweiz sind vor allem an grosse und neue Firmen sowie die Spezialisierung verschiedener Branchen verantwortlich. Diesen Schluss zieht ein Forscherteam um Rolf Weder von wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät Basel in einer Studie. Zudem ergaben ihre Analysen, dass sich die Produktivität zwischen 1997 und 2009 stärker erhöht hat, als bisher angenommen, und zwar um durchschnittlich 3,5 Prozent pro Jahr. Angesichts der sonst oft tiefer eingeschätzten Zahlen sei dies eine beeindruckende Leistung, heisst es dazu in der Medienmitteilung der Universität Basel.

Für ihre Untersuchungen unterteilten Weder und seine Kollegen die Produktivität in drei Komponenten: Spezialisierung der produktivsten Branchen, Zuteilung der Ressourcen wie Arbeit, Kapital und Rohstoffe sowie den allgemeinen technischen Fortschritt. Für die positive Entwicklung waren laut den Wissenschaftern zu drei Vierteln die ersten beiden Komponenten verantwortlich, das heisst die Spezialisierung und die Ressourcen. Davon machte wiederum der grösste Anteil die Ressourcenzuteilung innerhalb der Branchen aus, wobei die die Produktivitätssteigerung grosser Firmen und der Eintritt neuer Firmen entscheidend sind.

Somit sind laut den Forschern vor allem strukturelle Veränderungen zwischen und innerhalb der Branchen für den Wohlstand der Schweiz von Bedeutung. Entscheidend sei für die Produktivitätssteigerung auch die Dynamik auf Unternehmensebene, indem Firmen verschwinden könnten, neue in den Markt eintreten und produktivere expandieren könnten, während unproduktive Unternehmen schrumpften. Damit solche Prozesse vor allem von den Arbeitnehmern verkraftet werden können braucht es gemäss den Wissenschaftern einen flexiblen Arbeitsmarkt und ein gut ausgebautes Sozialversicherungssystem. „Dies scheint in der Schweiz insgesamt sehr gut zu funktionieren, da gleichzeitig auch die Arbeitslosigkeit relativ tief ist“, so die Experten. (mai/mgt)

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