10:04 BAUBRANCHE

Monatsstatistik März: Romandie als Stabilisator

Teaserbild-Quelle: Stefan Breitenmoser

In den letzten drei Monaten hat sich die Auftragslage im Schweizer Bauhauptgewerbe einigermassen erholt. Das gilt auch für den März, allerdings nur bedingt. So stieg im März zwar die anhand von Gesuchen ermittelte Bausumme im Vergleich zum Vorjahresmonat abermals um 5,4 Prozent, was wegen des Lockdown vor einem Jahr zu erwarten war.

Komatsu-Bagger vor Einfamilienhäusern

Quelle: Stefan Breitenmoser

Im Monat März wurden abermals viele Gesuche für Einfamilienhäuser eingereicht, denn in der Krise scheint das Eigenheim an Wert zu gewinnen.

In der Folge führte dies zu einem Einbruch der Auftragslage im Bauhauptgewerbe. Die im bisherigen Jahr aufgelaufene Bausumme lag aber immer noch 14,1 Prozent über dem Vorjahreswert, wie die von Docu Media Schweiz erhobenen Zahlen zeigen. Verheissungsvoller ist der Blick auf die eingereichten Baugesuche, die im Vergleich zum Vorjahresmonat um starke 33,7 Prozent zulegten und somit auf den Höchststand der letzten zehn Jahre kletterten. Gleiches gilt für die im März eingereichten Submissionen, die einen Anstieg von 18,0 Prozent verzeichneten. Dies schürt trotz andauernder Pandemie Hoffnungen für den Rest des Jahres.

Waadt und Wallis stark

Bei den Sprachregionen stach nach einem hervorragenden Februar abermals die Romandie heraus, wo die Bausumme um 23,3 Prozent stieg, obwohl der Kanton Genf hier ein Minus von 78,8 Prozent verzeichnete. Dies führte dazu, dass sich das März-Ergebnis gesamtschweizerisch trotz allem versöhnlich liest. Denn sowohl in der Deutschschweiz (+1,8%) als auch im Tessin (-3,0%) veränderte sich die Bausumme im Vergleich zum Vorjahresmonat nur marginal.

Betrachtet man aber die Deutschschweiz etwas genauer, fällt auf, dass vor allem Innerschweizer Kantone stark zulegen konnten. So wuchsen die Bausummen im Vergleich zum Vorjahresmonat in Luzern um starke 200,2 Prozent, in Schwyz um 324,7 Prozent und in Uri um 163,2 Prozent. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber, dass nebst der Romandie und der Innerschweiz fast alle grossen Kantone ein negatives Ergebnis vorweisen. So sackten die Bausummen in Bern (-14,0%), in Zürich (-6,2%), im Aargau (-31,3%) und in Basel-Stadt (-84,6%) allesamt ab. Zieht man den gleitenden Dreimonatsdurchschnitt hinzu, bereiten vor allem Bern (-21,4%), Basel-Stadt (-54,3%) und Zug (-65,4%) Sorgen.

Ab hier ist dieser Artikel nur noch für Abonnenten vollständig verfügbar.

Jetzt einloggen

Sie sind noch nicht Abonnent? Übersicht Abonnemente

Autoren

Freier Mitarbeiter für das Baublatt.

Anzeige

Monatsstatistiken

Das Baublatt informiert regelmässig über den Baukonjunkturverlauf. Mit Blick auf die Schweizer Bauwirtschaft analysieren wir die jeweiligen Monatsergebnisse in den Bereichen Baugesuche (Anzahl und geplante Bausumme) und Submissionen.

Dossier

Spannendes aus den Baublatt-Printausgaben
© Baublatt

Spannendes aus den Baublatt-Printausgaben

Dieses Dossier enthält die Artikel aus den letzten Baublatt-Ausgaben sowie Geschichten, die exklusiv auf baublatt.ch erscheinen. Dabei geht es unter anderem um die Baukonjunktur, neue Bauverfahren, Erkenntnisse aus der Forschung, aktuelle Bauprojekte oder um besonders interessante Baustellen.

Newsletter abonnieren

Mit dem Baublatt-Newsletter erhalten Sie regelmässig relevante, unabhängige News zu aktuellen Themen der Baubranche.