10:03 BAUBRANCHE

Kraftwerk Wägital soll mehrheitlich in Schwyzer Besitz übergehen

Teaserbild-Quelle: Amt für Gewässer

Die AG Kraftwerk Wägital, deren Konzession 2040 ausläuft, soll künftig mehrheitlich Eigner aus dem Kanton Schwyz haben. Heute gehört das Pumpspeicherwerk je hälftig der Axpo und dem Stadtzürcher Elektrizitätswerk EWZ.

Staumauer «Schräh» des Kraftwerks Wägital

Quelle: Amt für Gewässer

Blick auf die Staumauer «Schräh»: Das Kraftwerk Wägital soll künftig mehrheitlich Eigner aus dem Kanton Schwyz haben.

Die AG Kraftwerk Wägital produziert nach Angaben der Axpo jährlich Strom für umgerechnet 35'000 Haushalte. Die Anlage ging vor rund hundert Jahren in Betrieb, 1961 wurde die Konzession letztmals erneuert.

Wie der Kanton Schwyz und der Bezirk March am Mittwoch mitteilten, hatte das Kraftwerk im Januar 2025 ein Gesuch für eine Erneuerung der Konzession eingereicht. Nun sei der Prozess dazu offiziell eingeleitet worden. Es folgten jetzt die Verhandlungen, unter welchen Bedingungen die Konzession erneuert werden solle.

Im Kanton Schwyz liegt die Zuständigkeit für die Erteilung von Konzessionen zur Nutzung öffentlicher Fliessgewässer bei den Bezirken. Konzessionsgeberin für das Kraftwerk Wägital ist der Bezirk March. Ziel des Kantons sei es, eine mehrheitliche Beteiligung am Pumpspeicherwerk aus dem Kanton Schwyz sicherzustellen, heisst es in der Mitteilung.

Gleichzeitig soll damit die langfristige Versorgungssicherheit gestärkt und der Bevölkerung bezahlbare Energie zur Verfügung gestellt werden. Gemäss Mitteilung werden der Weiterbetrieb und die Optimierung der Anlage angestrebt.

Kraftwerk muss saniert werden

Eine weitere Zusammenarbeit mit den bisherigen Kraftwerksbetreibern Axpo und dem Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ) werde ebenfalls geprüft, teilten Bezirk und Kanton mit. Gespräche seien bereits aufgenommen worden. «Ziel ist es, eine sachgerechte und für alle Beteiligten tragfähige Lösung zu erarbeiten», heisst es weiter. 

Die AG Kraftwerk Wägital muss daneben auch Massnahmen umsetzen, um die Auswirkungen der Wasserkraftnutzung zu reduzieren. Bis Ende 2030 müssen unter anderem starke Abflussschwankungen vermindert, die Gewässerstruktur ökologisch verbessert sowie die freie Fischwanderung wiederhergestellt werden. Die Massnahmen seien entscheidend für die Konzessionserneuerung und den weiteren Betrieb, heisst es.

Die Kosten für die Sanierung werden auf einen Betrag im zweistelligen Millionenbereich geschätzt, wobei der Bund einen Grossteil übernimmt. Gemäss Mitteilung liegt seit 2018 eine entsprechende Verfügung vor, und ein konkretes Umsetzungskonzept wurde erarbeitet. Dieses liegt aktuell beim Bundesamt für Umwelt zur Prüfung. (mgt/pb/sda)


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