Kanton Bern verfügt über ersten Waldplan der neuen Generation
Der Kanton Bern erneuert seine Regionalen Waldpläne. Jener zum Gebiet der Alpen liegt nun vor, weitere für die Voralpen, den Berner Jura und das Mittelland folgen. Die Pläne koordinieren die Waldfunktionen und verzahnen sie mit der Raumplanung.
Im Berner Oberland schützt der Wald vielfach Siedlungen und Verkehrswege vor Naturgefahren. Gleichzeitig seien Wälder wertvolle Lebensräume für Arten wie die Schlingnatter und das Auerhuhn, wie die Berner Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion am Dienstag mitteilte. Aber auch die Erholungsfunktion sei in der touristisch geprägten Region wichtig, etwa fürs Biken oder Skisport.
Die umfassende Erarbeitung des Regionalen Waldplans Alpen (RWP) brachte unterschiedliche Arbeitsgruppen an einen Tisch, heisst es weiter. Im Zentrum stand die Abwägung von Schutzfunktion und Entwicklungsinteressen, etwa im Tourismus. Gleichzeitig sei die Bedeutung des Waldes als Lebensraum berücksichtigt worden.
Von 28 zu 4 regionalen Waldplänen
Das Ergebnis sei ein breit abgestützter RWP mit klaren, behördenverbindlichen Prioritäten für den Umgang mit den vielfältigen Ansprüchen im Alpenraum, schreibt die Direktion. Kernstück eines jeden Plans ist die Waldfunktionenkarte. Sie stellt dar, auf welcher Fläche welche Leistung schwerpunktmässig erfüllt werden muss.
Bisher gab es 28 regionale Waldpläne, neu noch deren vier. Am Anfang der Arbeiten für einen Regionalen Waldplan stehen die Beschaffung von Grundlagendaten und die Zusammenarbeit mit einer Begleitgruppe. Dann folgt eine öffentliche Mitwirkung und die Vernehmlassung bei den Behörden. Erst danach wird der Plan durch den Kanton genehmigt. (pb/mgt/sda)