16:04 BAUBRANCHE

Eine Brücke wie ein Baum für Rheinfelden

Fast scheint die Fussgänger- und Velobrücke über dem Wasser zu schweben. Dies liegt an den 30 Meter hohen Pylonen, die im unteren Bereich nach aussen geknickt sind und so nicht im Wasser sondern am Ufer stehen. Die filigrane Konstruktion aus Holz und Stahl überspannt schon bald den Rhein, wo sie das schweizerische und das deutsche Rheinfelden miteinander verbindet.

Sie stammt aus der Feder der deutschen Swillus Architekten aus Werder, die die sich für ihr Design von der Natur inspirieren liessen: «Die Ufer des Rheins sind trotz unterschiedlicher Topografie meist geprägt von einem üppigen, dichten Baumbestand», erklären sie ihre Idee. Sie vergleichen die Pylonen mit einem Baum am Ufer, «der nach Licht und Weite sucht, und sich weit hinauslehnt um dann nach oben zu streben». Ihr Entwurf hatte die Jury der beiden Städte, die für die Brücke einen internationalen Wettbewerb ausgeschrieben hatten, überzeugt: Sie passe sich gut in die Landschaft ein. Die Konstruktion reagiere mit Symmetrie auf die unterschiedliche Topographie der beiden Ufer. Nachdem mittlerweile die letzten Hürden für das Projekt überwunden sind, kann die Realisierung in Angriff genommen werden. 2020 soll die Querung an der internationalen Bauausstellung IBA Basel teilnehmen.(mai)

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