Die Basler Fasnacht legt die Baustellen in der Stadt lahm
Für die Basler Fasnacht mussten alle Baustellen in der Stadt geräumt oder gesichert werden. Die Kosten müssen die Bauherren übernehmen. Aus Sicherheitsgründen entfernte das Tiefbauamt Abfallkübel und Sitzbänke an der Umzugsoute.

Quelle: Rudolpho Duba, pixelio.de
Damit die Fasnächtler unbeschwert mit Trommeln und Piccolos auf die Piste gehen können, muss auf den Baustellen der Stadt ein Sondereffort geleistet werden
„Mer mache dicht“ lautet das Sujet der Basler Fasnacht 2016 in Anspielung auf das Ladensterben in der Stadt. Dicht gemacht werden während der „drey scheenschte Dääg“ auch die Baustellen in allen Gebieten, in denen Frau Fasnacht das Regiment führt. Sie müssen geräumt oder gesichert werden, damit auch bei einem grossen Publikumsandrang keine Gefahr von ihnen ausgeht.
Alle Verantwortlichen dieser Baustellen erhielten vor rund fünf Wochen die Anweisung, welche Sicherungsarbeiten sie im Vorfeld der Fasnacht zu erledigen haben. Das Tiefbauamt verschickte rund fünfzig entsprechende Briefe, wie das Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt mitteilt. Grundsätzlich seien Baustellen zu räumen und mit einem stolperfreien Belag einzudecken.
Auflagen werden mit Augenmass umgesetzt
Für die Dauer der Fasnacht mussten alle mobilen Abschrankungen, Mulden und weiteren mobile Einrichtungen entfernt werden. Verbleibende Bauabschrankungen mussten verstärkt, vor Gerüsten zurückversetzt und so abgesichert werden, dass keine Teile bestiegen werden können. Fahrbahn- und Trottoirbeläge mussten allenfalls provisorisch instandgestellt werden.
Ausnahmen gibt es bei Gerüsten und Kranböcken, die zumeist nicht abgebaut oder entfernt, sondern lediglich gesichert werden müssen. Die Allmendverwaltung des Tiefbauamts überprüfte die Umsetzung der Vorkehrungen vor Ort, wobei laut der Mitteilung ein gewisses Augenmass gewahrt wurde. Die Kosten für diese Vorkehrungen auf Baustellen muss die jeweilige Bauherrschaft tragen.
Nigelnagelneue Poller abmontiert
Aus Sicherheitsgründen demontieren die Einheiten des Tiefbauamts rund 200 Abfallkübel entlang der Fasnachtsrouten und entfernten alle Sitzbänke auf der Achse Aeschenplatz-Barfüsserplatz-Clarastrasse. Die drei fixen Poller oben am Spalenberg wurden für die Fasnacht abmontiert, und die beiden beweglichen Poller der nigelnagelneuen Anlage bleiben versenkt, um den freien Durchgang zu gewährleisten.
172 Tonnen Material befördert
Das Tiefbauamt platzierte oder entfernte zudem insgesamt 550 provisorische Signale und Wegweiser inklusive Sockel und 800 Vauban-Absperrgitter. Das zuständige Team beförderte dafür 172 Tonnen Material. Auch die Stadtgärtnerei war an den Fasnachts-Vorarbeiten beteiligt: Sie deckte die Blumenrabatten am Wettsteinplatz, am Blumenrain und in der Bäumleingasse zur Schonung der Pflanzen ab. (pd)