15:10 BAUBRANCHE

Besser Pendeln zwischen Genf und Lausanne

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Die Wirtschaftsregion am Arc Léman erhält Schub von der Waadtländer Regierung: Insgesamt über 200 Millionen Franken sollen in gemeinsame Infrastrukturprojekte der Kantone Waadt und Genf investiert werden. Im Vordergrund steht dabei der Bau des dritten Geleises zwischen Genf und Lausanne.

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Experten rechnen mit einer Zunahme des Pendleraufkommens zwischen Lausanne und Genf um über 50 Prozent.

Der Waadtländer Regierungsrat will für das Gleis über 194 Millionen Franken aufwerfen: Rund 158 Millionen gehen in die Realisierung des vierten Geleises zwischen Renens VD und Lausanne sowie der Kreuzungsstellen Mies VD und Chambésy GE. 35 Millionen stehen für eine Entwicklungsstudie der Linie Genf-Lausanne bereit. Und in die Modernisierung des Bahnhofs Renens sollen 1,1 Millionen Franken gesteckt werden. Dies geht aus einer Mitteilung der Regierung hervor. Durch die Vorfinanzierung können die Bauvorhaben mindestens vier Jahre früher als geplant - nämlich bis 2018 - realisiert werden. Das Kreditbegehren für eine Vorfinanzierung des dritten Geleises geht auf ein Abkommen zwischen den Kantonen Genf und Waadt sowie der SBB und dem Bund zurück.

Damit unterstreichen Waadt und Genf ihr gemeinsames Interesse an Infrastrukturprojekten am Lac Léman. Die beiden Kantone sind wirtschaftlich, sozial und kulturell äusserst eng verzahnt: Täglich pendeln mehrere zehntausend Menschen zwischen den zwei Zentren Genf und Lausanne. Zudem rechnen Experten allein für die Eisenbahnlinie Lausanne-Genf bis 2020 mit einer Zunahme des Pendleraufkommens von 50 bis 60 Prozent. Die Genfer Regierung hat Botschaften zur Vorfinanzierung des dritten Geleises bereits dem Grossen Rat vorgelegt. Dieser wird im Frühjahr darüber beraten.

Die Zusammenarbeit der beiden Kantone beschränkt sich nicht nur auf die Eisenbahnlinie. So will Waadt auch zehn Millionen Franken in die Modernisierung des Genfer Messegeländes Palexpo investieren. Der Internationale Messeplatz Palexpo in Genf ergänze die regionalen Kongresszentren Lausanne und Montreux, führt die Waadtländer Regierung in ihrer Mitteilung aus. Waadt erhält über die Beteiligung einen Sitz im Verwaltungsrat der Palexpo. - Die Modernisierung des Messegeländes ist auf 100 Millionen Franken veranschlagt. (sda)

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