15:08 BAUBRANCHE

Bauwirtschaft Zentralschweiz: Segmente kompensieren Wohnbau-Rückgang

Geschrieben von: Stefan Schmid (sts)
Teaserbild-Quelle: zvg

Die Zentralschweiz steht insgesamt vor einer soliden Entwicklung der Hochbautätigkeit. Gegenläufig waren die Trends bei den Wohnbausegmenten. Der Boom bei den Einfamilienhäusern konzentriert sich auf einzelne Regionen, beim Bürobau auf die Agglomeration Luzern. Überdurchschnittlich sind die Investitionen der Unternehmen in den Gebäudepark.

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In der Zentralschweiz zeigt sich beim Hochbau weiterhin ein positiver Trend. Gesamthaft kann die Bauregion sogar einen Rekordwert verbuchen. Die auf Basis von Gesuchen ermittelte Bausumme erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 8,1 Prozent und konnte den langjährigen Durchschnitt übertreffen. Nicht mithalten konnte einzig Nidwalden. Gebremst wurde das Wachstumstempo vom Wohnbau, was schwerer ins Gewicht fällt, da dieser im letzten Jahr in den sechs Zentralschweizer Kantonen rund drei Fünftel der Investitionen in Hochbauten ausmachte.

Weniger Mehrfamilienhäuser

Gesamthaft sank die Summe geplanter Wohnbauten im Vergleich zum Vorjahr um 4,1 Prozent, wobei der langjährige Durchschnitt gleichwohl fast erreicht wurde. Die Bausumme ins Minus geschoben hat in erster Linie die Entwicklung im Kanton Luzern, wo die für Wohnbauten geplante Summe um 13,2 Prozent einbrach und sich unter dem langjährigen Durchschnitt einpendelte(-4,8 %). Im Kanton Schwyz wiederum verzeichnete der Wohnbau ein Minus von 9,0 Prozent, wie die Zahlen der Docu Media Schweiz GmbH zeigen (Zahlen per Ende Juli). Immerhin lag die Wohnbausumme im Bereich des langjährigen Durchschnitts.

Luzern und Schwyz sind zusammen mit dem Kanton Zug beim Wohnbau die Taktgeber. In diesen drei Kantonen werden rund vier Fünftel der in der Zentralschweiz in Wohngebäude investierten Summe verbaut. Die Dominanz hat auch ihre Schattenseiten, wie das Segment Mehrfamilienhäuser (MFH) zeigt. In Luzern wurde die für mehrstöckige Wohnbauten geplante Summe im Vergleich zum Vorjahr um 22,0 Prozent zurückgestutzt, nachdem letztes Jahr noch eine positive Veränderungsrate in diesem Ausmass resultierte. Volatiler aber mit ähnlicher Tendenz verlief die Entwicklung in Nidwalden.

Im Kanton Schwyz war der Einbruch der MFH-Bausumme zwar geringer (-12,0 %), doch beschleunigte sich die Abschwächung (Vorjahr: -2,2 %). Den Rückgang des MFH-Segments etwas in Grenzen hielten die Kantone Zug, Obwalden und Uri. Die für Wohnbauten geplante Summe überdurchschnittlich steigern kann auch der Kanton Zug (+46,9 %), insbesondere dank des MFH-Segments (+57,2 %; Vorjahr -36,6 %). Auch das EFH-Segment kann ein solides Summenwachstum von 15,5 Prozent ausweisen (Vorjahr: -28,1 %). Prosperieren dürfte der Wohnbau auch in Obwalden (+36,4 %), wo die Bausumme beider Bereiche eine Zunahme verzeichnete.

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Redaktor Baublatt

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