12:11 BAUBRANCHE

Bauhauptgewerbe: 1.2 Mia. weniger Umsatz

Teaserbild-Quelle: StockSnap, Pixabay / BB

Die Corona-Pandemie wirkt sich auf das Bauhauptgewerbe aus: Seit Jahresbeginn sind dem Bauhauptgewerbe 1,2 Milliarden Franken Umsatz entgangen. Der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) rechnet für dieses Jahr mit einem rund 7 Prozent tieferen Gesamtumsatz, dem tiefsten Stand seit 2015. Dies aufgrund des gemeinsamen Bauindex des SBV und der CS.

Während man im 2019 noch von einer Hochkonjunktur im Bauhauptgewerbe sprechen konnte, hat sie sich für 2020 deutlich abgekühlt: Insbesondere wegen der Corona-Pandemie hat das Bauhauptgewerbe zwischen Januar und September dieses Jahres hat das Bauhauptgewerbe 1.2 Milliarden Franken weniger Umsatz erwirtschaftet als in derselben Periode 2019.

Für das Endquartal prognostiziert der Bauindex der Credit Suisse und des SBV prognostiziert für eine Bautätigkeit von etwa 4.7 Milliarden Franken. Dementsprechend rechnet der SBV  für das Gesamtjahr 2020 mit einem Umsatz von gut 19 Milliarden Franken. Das sind zirka 7% weniger als 2019 und wäre somit der tiefste Wert seit fünf Jahren.

Wohnungsbau und Wirtschaftsba:  Weiterhin  Umsatzrückgang

So ist im 3. Quartal 2020 der Gesamtumsatz im Bauhauptgewerbe gegenüber der Vorjahresperiode um -11% gesunken. Die Sparte Wohnungsbau hatte im 2. Quartal eine starke Korrektur erfahren, ihr Umsatz fiel dramatisch um -27% auf 1.3 Milliarden Franken. Unterdessen ist ihr Umsatz im aktuellen Quartal leicht auf 1.4 Milliarden Franken gestiegen, was aber immer noch einem Minus von 18% gegenüber dem 3. Quartal 2019 entspricht.

Trotzdem gibt es laut SBV erste zaghafte Signale der Erholung im Markt. So zeigten sich die gewerblichen Bauherren von Juli bis September, also noch vor der zweiten Corona-Welle, ebenfalls zuversichtlicher: Sie vergaben wieder mehr Bauaufträge (+11%) und hatten vorrübergehend gestoppte Bauprojekte wieder in Angriff genommen, sodass die Sparte Wirtschaftsbau ihren Umsatz im 3. Quartal bei -3% einigermassen stabilisieren konnte. Dies nach dem deutlichen Umsatzeinbruch von -17% im 2. Quartal (im Vergleich zur jeweiligen Vorjahresperiode).

Öffentlicher Tiefbau: Knapp sechs Prozent weniger Aufträge

Erfreulich sei ebenfalls, dass die Appelle des Fünf-Punkte-Plans eine gewisse Wirkung zeigten, schreibt der SBV in seiner Medienmitteilung. Der Plan ruft öffentliche Bauherren dazu auf, den Weg für Bauprojekte zu ebnen, ohne dass neue Gelder gesprochen werden müssten. Wie der SBV weiter festhält, zögerten aber noch immer zögern zu viele öffentliche Bauherren mit der Auftragsvergabe. Seit Jahresbeginn liegt der Auftragseingang weiterhin ‑3.5% unter Vorjahresniveau. Vor allem im wichtigen öffentlichen Tiefbau ist der Rückgang mit ‑5.5% noch gross. (mgt/mai)

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