15:07 BAUBRANCHE

Ausstellungstipp: In den tiefen Schlund hinab

Teaserbild-Quelle: Andri Pol, Musem für Gestaltung

Um Tiefgründiges im wörtlichen Sinne geht es in Zürichs Museum für Gestaltung: In der Sonderausstellung «Unterirdisch – Das Spektakel des Unsichtbaren» dreht sich alles um Bauwerke im Untergrund.

Tunnel des Large Hadron Collider LHC, aus der Serie Menschen am CERN. (Andri Pol, Musem für Gestaltung)

Quelle: Andri Pol, Musem für Gestaltung

Tunnel des Large Hadron Collider LHC, aus der Serie Menschen am CERN.

Seit der Jahrtausendwende hat sich in der Schweiz das Volumen aller Tunnel- und Stollenbauten praktisch verdoppelt. Dies liegt nicht zuletzt an der Neat und an der vor drei Wochen eröffneten Zürcher Durchmesserlinie. In sieben thematisch gegliederten, von den Pulver Graber Architekten gestalteten Räumen macht die Ausstellung den Untergrund als eigenständigen ­Lebensraum sichtbar und geht der Frage nach, weshalb immer häufiger in die Tiefe gebaut wird. Während sich zum Beispiel Parkhäuser oder ­Lebensmittelabteilungen aus pragmatischen Gründen unter dem Boden befinden, liegen andere Bauten notwendigerweise dort. Etwa weil sie sich ­dadurch besser schützen lassen. Dies gilt ebenso für den Bundesratsbunker wie für grosse Datenspeicher. Und hochempfindliche Anlagen wie der Teilchenbeschleuniger des Cern wurden aus ­sicherheitstechnischen Gründen unter der Erdoberfläche angelegt. Neben den Beweggründen für den Bau unterirdischer Anlagen thematisiert die Schau anhand nationaler und internationaler Projekte auch, worum es bei der Architektur ­solcher Bauten geht. Daneben erfährt das Publikum, wie dicht heute die unterirdische Nutzung ­einer Stadt ist. Dazu wird spannendes ein Rahmenprogramm geboten. Besondere Spaziergänge laden zur Erkundung des Untergrunds der Limmatstadt ein: Am 12. Juli geht es mit einer Dolendeckelführung unter das Museum, am 30. August ­wird den Zürcher Leitungssystemen nachgespürt ­und der Spaziergang vom 13. September schärft ­­den Blick für öffentlich zugängliche, aber kaum beachtete Bauwerke. (Für die Spaziergänge ist eine Anmeldung erforderlich.) (mai/mgt)

«Unterirdisch – Das Spektakel des Unsichtbaren» , 4. Juli bis 28. September
Ort: Museum für Gestaltung, Zürich
Öffnungszeiten: Di. 10 bis 17 Uhr, Mi. 10 bis 20 Uhr, Do. bis So. 10 bis 17 Uhr
Weitere Infos: www.museum-gestaltung.ch

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