14:29 SWISSBAU

Zuschauen, wie ein Holzhaus entsteht

Teaserbild-Quelle: MCH

Im Treffpunkt Handwerk an der Swissbau 2026 steht ein echter Hingucker: Ein doppelstöckiges, begehbares Holzhaus, das von über 15 Handwerksbetrieben erstellt und parallel ausgebaut wird. Holzbauer, Gipser, Plattenleger und viele mehr arbeiten live an Wänden, Böden, Fassade und Dach. Nonda Grieder, Leiter Marketing der PM Mangold Holzbau AG, spricht über das Projekt.

Swissbau Treffpunkt Handwerk

Quelle: MCH

Der Treffpunkt Handwerk an der Swissbau 2026 in der Visualisierung. Rechts ist das begehbare Holzhaus dargestellt, welches die am Projekt beteiligten Handwerksbetriebe im Verlauf der vier Messetage in Basel vor den Augen des Fachpublikums erstellen werden.

Nonda Grieder, wann und wie ist die Idee für das Holzhaus an der Swissbau entstanden?
Bereits vor zwei Jahren waren wir im Rahmen des «Handwerk Live» an der Swissbau mit einem Messestand präsent. Weil dem Projekt «Treffpunkt Handwerk» an der Swissbau 2026 deutlich mehr Fläche als damals zur Verfügung stehen wird, war uns schnell klar, dass diesmal in Basel ein aufwendigerer und grösserer Auftritt möglich ist. Die Idee mit dem Holzhaus hat sich angeboten, weil sich unsere Elementbauweise gut eignet, um ein Gebäude in einem kurzen Zeitraum zu errichten und wieder abzubauen. Kurz gesagt: Das Handwerk soll an der Messe wieder würdig vertreten sein.

Wie nahm die Idee Form an?
Die Idee wurde im vergangenen Jahr gemeinsam mit Projektleiter Martin Angele und verschiedenen Unternehmern entwickelt und vorangetrieben. Wir haben uns mehrere Male getroffen, um die Bedürfnisse aller Beteiligten abzustimmen.

Beim Holzhaus handelt es sich um einen konkreten Kundenauftrag. Mussten Sie beim Kunden Überzeugungsarbeit leisten?
Der Kunde wurde natürlich über unsere Pläne mit seinem künftigen Einfamilienhaus informiert. Glücklicherweise durften wir auf das Vertrauen der Kundschaft zählen, und es hat nicht viel Überzeugungsarbeit gebraucht, um die Freigabe für unser Vorhaben zu bekommen.

Was waren die nächsten Meilensteine in der Planung? Wer wurde alles involviert?
Nach der Freigabe durch den Kunden wurde geprüft, welche Anpassungen am Haus vorgenommen werden müssen, damit es an der Swissbau seinen Zweck erfüllen kann. Da es sich beim Haus an der Swissbau um eine temporäre Konstruktion handelt, mussten einige Bauteile abgeändert und angepasst werden. Aktuell ist die Planung des Hauses abgeschlossen, die Elemente für das Holzhaus werden nun in unserer Produktionshalle in Kaiseraugst gefertigt. Das Holzhaus wird an der Swissbau von verschiedenen Gewerken ausgebaut.

Welche Handwerksbetriebe sind im Holzhaus involviert?
An der Swissbau werden Gipser, Platten- und Parkettleger, Küchenbauer, Maler, Heizungsinstallateur, ein Sanitärbetrieb, Solarmonteur, Leckortung, Treppenbauer, Elektriker, Gerüstbauer, Fassadenbauer, Holzbauer sowie unsere GU-Abteilung anwesend sein und ihr Handwerk in unserem Holzhaus präsentieren.

Sie koordinieren die Gewerke. Was sind die Herausforderungen?
Herausfordernd war, dass koordiniert werden musste, wie die einzelnen Gewerke ihren Auftritt gestalten möchten, und welche Voraussetzungen dafür gegeben sein müssen. Da die Unternehmen ihren Auftritt weitgehend selbstständig gestalten, musste man darauf achten, dass das Material- und Farbkonzept der verschiedenen Bauteile aufeinander abgestimmt wird. Wir wollen, dass die erstellten Bauteile auch optisch ein attraktives Bild abgeben.

Die Handwerkerinnen und Handwerker zeigen ihr Können live vor Ort und arbeiten Hand in Hand – im, am und auf dem Gebäude. Wie muss man sich das vorstellen?
Wir legen an der Swissbau den Fokus klar auf das, was am Entstehen ist. Die Gewerke sollen den Baustellenalltag an die Messe bringen und zeigen, wie ihr Handwerk funktioniert. Leider ist das nicht bei allen Gewerken im selben Umfang möglich. Daher werden die Besucherinnen und Besucher im Holzhaus sowohl auf fast fertig erstellte Bauteile treffen als auch auf Bereiche, die sich noch im Rohbau befinden. Das Publikum erhält so die Kulisse sowie die Möglichkeit, sich mit den Unternehmen in einem lockeren Umfeld auszutauschen.

Welche Action können die Besucherinnen und Besucher erleben?
An der Swissbau 2026 erhält das Fachpublikum einen einmaligen Einblick in die Arbeit der verschiedenen Gewerke. Mehr möchten wir an dieser Stelle noch nicht verraten – doch während ihres Messebesuchs können die Besuchenden das Holzhaus erkunden und sich überraschen und begeistern lassen.

Das Holzhaus wird nach der Swissbau fest verbaut. Dürfen Sie uns verraten, wo das Holzbau stehen wird?
Das Haus wird nach der Messe das Zuhause einer Familie im Oberbaselbiet. Es wird direkt nach der Messe am entsprechenden Ort montiert. (mgt/sma)


Nonda Grieder

Quelle: zvg

Nonda Grieder, Leiter Marketing der PM Mangold Holzbau AG in Ormalingen BL, freut sich auf den Live-Holzhausbau an der Swissbau.

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