Swissbau: «Eine grosse Freude und Ehre» für Tobias Hofmeier
Tobias Hofmeier betreute von 2020 an das Swissbau Projektmanagement sowie die erfolgreiche Entwicklung der Kollaborations-Plattformen Swissbau Focus und Lab. Im September 2025 übernahm er als Exhibition Director die Nachfolge von Rudolf Pfander, der die Swissbau 25 Jahre lang geleitet hatte. Auch dazu spricht der Lörracher im Interwiew.
Quelle: zvg
Der neue Mann an der Spitze der wichtigsten Schweizer Baumesse: Exhibition Director Tobias Hofmeier freut sich auf die Swissbau 2026.
In seiner neuen Funktion trägt der 36-Jährige die Gesamtverantwortung für die grösste Schweizer Baumesse mit all ihren Ausstellern und Partnern.
Tobias Hofmeier, Sie sind seit 2020 bei der grössten Baumesse der Schweiz. Nun sind Sie deren neuer Leiter. Was bedeutet das für Sie?
Es ist der logische nächste Karriereschritt – vor allem jedoch eine grosse Freude und Ehre. Zudem ist es eine grosse Verantwortung, eine Plattform zu bieten, die den Fachbesuchern spannende, immer wieder neue Erlebnisse bietet und Lösungen präsentiert. Ziel ist es, den Bedürfnissen des Marktes gerecht zu werden. Dazu müssen wir stets genau hinhören und die Flexibilität mitbringen, uns immer weiterzuentwickeln, um am Puls der Zeit zu bleiben.
Was hat Sie ursprünglich zur Swissbau geführt?
Ich arbeite seit 2017 in der Schweiz und wohne schon mein ganzes Leben in der Grenzregion. Am Messebusiness begeistert mich der Gestaltungsspielraum, die Vielfältigkeit. Die grösste Plattform der Schweizer Bau- und Immobilienwirtschaft aktiv mitzugestalten, ist für mich deshalb mehr als reizvoll.
Welche Erfahrungen hat Ihr Vorgänger Rudolf Pfander Ihnen mit auf den Weg gegeben? Von welchen profitieren Sie besonders?
Ruedi hat einen riesigen Erfahrungsschatz und ein grosses Knowhow – schliesslich hat er die Swissbau 25 Jahre lang geleitet. Spannend ist, dass man am An-fang einer Messeplanung nicht genau weiss, wie das Resultat aussehen wird. Auf dem Weg von der Konzeption zur finalen Version gilt es, sich immer wieder neu auszurichten, an Stellschrauben zu drehen. Von Ruedi habe ich gelernt, zu antizipieren, in alle Richtungen zu reagieren, auch mal einen Plan zu ändern und flexibel zu bleiben, ohne seine Vision zu verlieren. Beeindruckend ist für mich auch sein Herzblut – er sprüht vor Ideen. Vor einer Ausgabe der Swissbau hatte er jeweils schon Ideen und Konzepte für die nächste Ausführung im Kopf.
Ihr Vorteil ist, dass Sie die Swissbau und deren Abläufe schon kennen – aber nicht in allen Aspekten. Wo mussten Sie sich noch einarbeiten?
Ja, das ist ein grosser Vorteil. Für Kunden, das ganze Team und natürlich für mich. Nun gibt es neue, zusätzliche Aufgaben: strategische Ausarbeitungen mit genauen Budgetplanungen, Mitarbeiterführung, neue Schnittstellen und Fragestellungen. In meiner neuen Funktion ist es wichtig, gedanklich immer mal wieder einen Schritt zurückzutreten und das grosse Ganze im Blick zu behalten. Die Arbeit hinter den Kulissen wird für mich umfangreicher und umfasst alle Bereiche.
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Architektonisches Highlight unmittelbar vor dem Messebesuch: das "Fenster zum Himmel" über der City Lounge, dem überdachten öffentlichen Raum am Eingang zur Messe Basel mit ihrem von Herzog & de Meuron entwickelten Hallenkomplex.
Ist die Swissbau für Sie ein Vollzeit-Job? Oder haben Sie in den Zwischenjahren, in denen die Swissbau nicht stattfindet, Zeit für andere Aufgaben?
Die Swissbau lastet mich tatsächlich voll aus. Der Vorbereitungs- und Planungszyklus der Messe nimmt zwei Jahre in Anspruch. Dazu gehören das Erstellen des Konzepts und der Strategie für die nächste Swissbau, der Austausch mit Ausstellern, Partnern und begleitenden Agenturen. Wir möchten unseren Ausstellern die bestmögliche Plattform bieten und gehen aktiv auf sie zu. Mit Sicherheit gibt es jedes Mal neue Herausforderungen, auf die wir reagieren müssen. Gegen Ende der Vorbereitungszeit geht es um die Feinplanung. In den Wochen vor der Messe sind ich und mein Team gezielt für die Aussteller da, beantworten ihre Detailanliegen und helfen ihnen beim Schlussspurt. Intern gilt es, mit allen Beteiligten und Abteilungen die operative Planung zu finalisieren, damit ein reibungsloser Ablauf zustande kommt. Es sind viele Zahnräder, die perfekt ineinandergreifen müssen, damit unsere Aussteller letztlich glänzen können.
Vor Ihrer Anstellung bei der Swissbau hatten Sie wenig Erfahrung mit der Baubranche. Was hat Sie daran gereizt?
Die Komplexität der Baubranche ist sehr spannend. Es gibt so viele Details,
verschiedene Mitwirkende aus diversen Fachrichtungen – also sehr viele
Stakeholder. Alle müssen zusammenspielen und am gleichen Strang ziehen. Die
Swissbau ist ja eine Mehrbranchenmesse und umfasst die gesamte
Wertschöpfungskette einer Immobilie. Spannend zu sehen ist, welche Neuheiten
die Branche zu bieten hat, und wie sie auf die sich verändernde Welt reagiert.
Sie sind ein grosser Fussballfan und haben selbst Fussball gespielt – können Sie beruflich davon profitieren?
Ich war stets ein Teamplayer. Als Fussballspieler habe ich gelernt, was Teamspirit ist. Wie bereichernd es ist, zusammen an einem Ziel zu arbeiten, dabei durch Höhen und Tiefen zu gehen und am Ende gemeinsam Erfolge zu feiern. Trotzdem ist jede und jeder für seinen Aufgabenbereich verantwortlich und weiss, was er oder sie zu tun hat. Es gilt, als Mannschafts-Kapitän die Stärken im Team zu nutzen und sich gemeinsam weiterzuentwickeln.
Im Bauherren-Podcast haben Sie von einigen Neuigkeiten und Höhepunkten der Swissbau 2026 gesprochen. Was halten Sie für besonders gelungen?
Wir haben viele Highlights dabei, unter anderem mit dem grossen «Treffpunkt Handwerk» in Halle 1.0 und der «Trendwelt Innenausbau» in Halle 1.2. Das «Swissbau Lab» mit Werkstatt in Halle 1.1 macht Produkte erlebbar, Innovationen darf man anfassen und genauer unter die Lupe nehmen. Und wer noch nie einen Fuss in den «Swissbau Focus» in Halle 1.0 gesetzt hat, sollte dies unbedingt nachholen. Nirgends gibt es ohne Zusatzkosten so viel Know-how und Weiterbildung zu aktuell brandheissen Themen der Baubranche. Ein Besuch der Swissbau bietet einen Strauss voller wertvoller und nachhaltiger Erlebnisse.
Welche Ideen oder Pläne haben Sie, die Swissbau zukünftig zu gestalten? Möchten Sie etwas ändern oder neue Elemente hinzuzufügen?
Wir werden auch diese Ausgabe der Swissbau nützen, um Stimmen einzuholen. Wichtig ist, dass wir als Veranstalter Angebot und Nachfrage unter einen Hut bringen. Wir möchten der Spiegel der Branche bleiben und zentrale, bedeutende Treffpunkte für diesen wichtigen Wirtschaftszweig bieten.
Viel Neues unter neuer Leitung
Quelle: Claudio Schwarz/Unsplash
Gilt als eines der jüngeren Wahrzeichen der Stadt: der vom renommierten Architekturbüro Herzog & de Meuron entwickelte Hallenkomplex der Messe Basel mit seinen charakteristischen Aussenfassaden.
Vom 20. bis 23. Januar steht die Messe Basel wieder ganz im Zeichen der Baubranche. An der Swissbau geht es unter anderem um Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit. Zudem wartet die Messe mit einigen Neuerungen auf, etwa mit dem Treffpunkt Handwerk und dem Marktplatz Putz & Farbe. Und sie bietet einmal mehr ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm.
Weitere Informationen auf swissbau.ch/events.
Öffnungszeiten: Dienstag, 20. Januar, bis Freitag, 23. Januar von 9 bis 18 Uhr. Am Samstag, 24. Januar, sind die Trendwelt Innenausbau und der Swissbau Focus von 9 bis 16 Uhr geöffnet.
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