Wohnüberbauung: Mit Ertüchtigung den Bogen raus
Unweit vom Genfersee, an der Rue du Vieux Moulin in Versoix, soll ein bestehendes Mehrfamilienhaus mit günstigen Mietwohnungen erneuert und aufgestockt werden. Das siegreiche Wettbewerbsprojekt verspricht mehr Licht, Luft und Sonne. Die bestehende Struktur soll weitgehend erhalten bleiben, Abbruchmaterial vor Ort weiterverwendet werden.
Quelle: Giulia Brena, Pablo Brenas, Robin Delerce, Paule Perron, Erik Dhont
Bei der Zufahrt zur Bauzeile schlägt das Siegerprojekt ein Café vor. Zwischen dem Gebäude und der Versoix erstreckt sich ein Grünraum.
Das Städtchen Versoix kennen wohl die meisten bloss vom Durchfahren; wenige Minuten trennen hier die Reisenden von Genf. Es trägt den Namen eines kleinen Flusses. Von den Jurahängen her kommend, mündet er südlich der Altstadt in den Genfersee. Über mehrere Kilometer bildet er die Grenze zwischen der Schweiz und Frankreich. Im 18. Jahrhundert planten die Franzosen hier eine Konkurrenzstadt zu Genf, die hochfliegenden Pläne fanden aber nur in Ansätzen ihren Weg vom Reissbrett in die Realität. Nach dem Wiener Kongress geriet Versoix in den drei bis fünf Kilometer breiten Landkorridor, welcher Genf mit der Restschweiz verbindet. Er wurde dem neu formierten Kanton Genf zugeschlagen. Pittoresk ist die Uferpromenade; vor der Klimawende wurde sie im Winter gelegentlich in einen dicken, expressiven Eispanzer gepackt, dank den tiefen Temperaturen, der scharfen Bise und der Gischt des Sees.
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