Bundesasylzentrum Buosingen: Siegerprojekt für Neubau steht fest
Der Studienauftrag zum Neubau des Bundesasylzentrums Buosingen in Arth SZ ist entschieden: Gewonnen hat das Projekt «Weiler» des Generalplanerteams um die Ruprecht Architekten GmbH. Das Zentrum soll dereinst Platz für 170 Asylsuchende bieten.
Quelle: Weiler BAZ Buosingen — © Ruprecht Architekten
Der Studienauftrag zum Neubau des Bundesasylzentrums Buosingen in Arth SZ ist entschieden: Gewonnen hat das Projekt des Teams um die Ruprecht Architekten GmbH aus Zürich mit dem Projekt «Weiler».
Der Bund benötigt gemäss einer gemeinsamen Erklärung der Asylkonferenz von 2014 in der Region Tessin und in der Zentralschweiz insgesamt 690 Plätze in Bundesasylzentren. Während 350 Plätze im Tessin bereitgestellt werden, soll in der Zentralschweiz ein neues Bundesasylzentrum ohne Verfahrensfunktion entstehen. Aktuell betreibt das Staatssekretariat für Migration (SEM) als Übergangslösung ein temporäres Zentrum mit 340 Plätzen in der Militäranlage Glaubenberg im Kanton Obwalden.
Im Rahmen der Standortsuche für das fehlende definitive Bundesasylzentrum ohne Verfahrensfunktion in der Zentralschweiz wurden in den letzten Jahren knapp 20 Standorte geprüft und aus diversen Gründen verworfen. Mitte 2021 einigten sich das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) und die Zentralschweizer Kantone darauf, dass in der Zentralschweiz anstatt eines grossen Zentrums mit 340 Plätzen auch zwei kleinere mit je 170 Plätzen betrieben werden können.
Inbetriebnahme im Jahr 2031
Eines davon ist nun der geplante Neubau des Bundesasylzentrums Buosingen, der auf dem Areal des ehemaligen Campingplatzes Buosingen am östlichen Rand von Goldau in Arth SZ entstehen soll. In einem Studienauftrag suchten das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) und das Staatssekretariat für Migration (SEM) nach einem überzeugenden Projekt, das den Anforderungen des Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkmäler (BLN) entspricht.
Gewonnen hat nun das Generalplanerteam um die Ruprecht Architekten GmbH. Ihr Projekt «Weiler» füge sich mit seiner zurückhaltenden Architektur überzeugend in die Landschaft ein und schaffe differenzierte Aussenräume, heisst es in einer Mitteilung des BBL von Donnerstag. Die klare Dreiteilung der Anlage unterstütze den Betrieb und biete alltagstaugliche Strukturen. Zudem sei der Entwurf wirtschaftlich und ökologisch konsequent konzipiert.
Das Generalplanerteam wird nun auf Basis des Studienauftrags den Entwurf zu einem Bauprojekt weiterentwickeln. Im Jahr 2027 soll das Plangenehmigungsverfahren eingeleitet werden, danach erfolgt die Realisierung. Planung und Bau des neuen Bundesasylzentrums dauern laut BBL voraussichtlich fünf Jahre. Eine Inbetriebnahme soll voraussichtlich im Jahr 2031 erfolgen. (mgt/pb)