15:36 BAUPROJEKTE

Armeeneubau Burgdorf: Gericht weist Beschwerde ab

Geschrieben von: Ben Kron (bk)
Teaserbild-Quelle: armasuisse

Das Bundesverwaltungsgericht hat eine Beschwerde gegen die Plangenehmigung für den Ausbau des Armeelogistikzentrums in Burgdorf im Kanton Bern abgewiesen. Der Entscheid kann beim Bundesgericht angefochten werden.

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Quelle: armasuisse

Visualisierung des geplanten Logistik-Neubaus der Armee in Burgdorf: Die Kosten sollen 163 Millionen Franken betragen.

Auf dem Areal der Lochbachmatte in Burgdorf BE will der Bund wird das bestehende Werkstattgebäude sanieren und ein neues Logistikgebäude bauen. Geplant sind zudem ein Ersatzneubau der bestehenden Tankstelle, zusätzliche Parkplätze und der Neubau einer Logistikzentrale (siehe Box «Projekt»). Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) hatte das Plangenehmigungsgesuch des Bundesamtes für Rüstung (Armasuisse) im August 2023 genehmigt.

Doch gegen den Entscheid legte drei Privatpersonen Beschwerde vor dem Bundesverwaltungsgericht ein. Das Gericht bestätigte dies insofern, als es zum Schluss kam, dass für den Bau des Logistikgebäudes eine Ausnahmebewilligung hätte erteilt werden müssen, da der Grundwasserspiegel tangiert werde.

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Quelle: armasuisse

Die zwei 100 Meter langen Neubauten sollen viel Platz für die Fahrzeuge und Materialien der Armee schaffen.

Nachträgliche Bewilligung

Allerdings befindet das Gericht, die Anforderungen für eine solche Ausnahmebewilligung seien erfüllt. So könne durch vorsorgliche Massnahmen eine Gefährdung des Trinkwassers ausgeschlossen werden. Zudem bestehe ein übergeordnetes, öffentliches Interesse am Ausbau der Anlage.

Weil sich alle Verfahrensparteien im Beschwerdeverfahren zur Ausnahmebewilligung äussern konnten und der Sachverhalt erstellt ist, hat das Gericht die Ausnahmebewilligung selbst erteilt. Der vorliegende Entscheid ist indes noch nicht rechtskräftig und kann beim Bundesgericht angefochten werden. (SDA/bk)

Projekt

Die Aussenstelle AS Burgdorf wurde Mitte der 60er Jahre gebaut und bis vor rund 10 Jahren, um die Fahrzeuge diverser Militärformationen zu versorgen. Die Logistikbasis der Armee will nun weitere Fahrzeuge und Material von verschiedenen Aussenlagern auf dem verkehrstechnisch gut erschlossenen Areal. In zwei Etappen soll nun deshalb der Gesamtausbau AS Burgdorf bis 2028 erreicht werden.

Geplant sind zwei je etwa 100 Meter lange Neubauten mit Platz für insgesamt 2260 Militärfahrzeuge bieten. Im Erd- und Zwischengeschoss des Werkstattgebäudes sind zudem ca. 3100 Quadratmeter Werkstatt- und Büroflächen vorgesehen, während die Obergeschosse als Parkflächen dienen. Die Kosten werden auf 163 Millionen Franken beziffert.

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