Gewinneinbruch bei Holcim
Der Baustoffkonzern Holcim hat 2025 einen Gewinnbruch erlitten: Grund ist der Umstand, dass man das Geschäft in Nigeria mit hohem Verlust verkauft hat.
Quelle: Holcim
Holcim hat letztes Jahr einen erwartbaren Einbruch beim Gewinn erlitten.
Weniger Umsatz, weniger Gewinn: Der Der Zement-, Zuschlagstoff- und Betonfertigteilhersteller Holcim hatte im vergangenen Jahr einen Einbruch zu verzeichnen. In Zahlen sank der Reingewinn von 1,46 Milliarden Franken Vorjahr auf 387 Millionen.
Negativ auf die Bilanz wirkte sich der Verkauf des Geschäfts in Nigeria aus: Dadurch entstand ein hoher Währungsverlust von 1,38 Milliarden Franken. Ohne diesen Sondereffekt ist der Reingewinn gemäss Konzernleitung sogar um 3,9 Prozent auf 1,78 Milliarden Franken gestiegen.
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Neben einer Geschäftsveräusserung schlug beim Zement-, Zuschlagstoff- und Betonfertigteilhersteller vor allem der starke Franken negativ zu Buche.
EBIT leicht gesteigert
Auch anderenorts schlug der starke Franken negativ zu Buche: Dieser kostete 203 Millionen Franken Betriebsgewinn. Trotzdem hat sich Holcim 2025 operativ sogar leicht verbessert und konnte den wiederkehrenden Betriebsgewinn (EBIT) um 1,4 Prozent auf 2,88 Milliarden Franken steigern.
Gesunken ist auch der Umsatz um 2,9 Prozent auf 15,72 Milliarden Franken. Hier kostete der starke Franken 810 Millionen Umsatz kostete; organisch wäre der Umsatz sogar um 2,9 Prozent gestiegen. Insgesamt hat Holcim die Erwartungen der Analysten beim Umsatz verfehlt, beim wiederkehrenden EBIT und der Marge übertroffen.
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Fürs laufende Jahr erwartet Holcim einen Zuwachs sowohl beim Umsatz als auch beim Betriebsgewinn.
Mehr Umsatz und Betriebsgewinn angepeilt
Im neuen Geschäftsjahr 2026 erwartet Holcim ein Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent in lokaler Währung. Der wiederkehrende soll gleichzeitig um 8 bis 10 Prozent in lokaler Währung zulegen. Die entsprechende Marge soll weiter steigen.
Zudem peilt Holcim einen Free Cashflow von rund 2 Milliarden Franken an. Darüber hinaus soll das Geschäft mit recycelten Bau- und Abbruchmaterialien um über 20 Prozent wachsen. (SDA/bk)