So werden Oldtimer zu Wildtieren

So werden Oldtimer zu Wildtieren

Teaserbild-Quelle: MB&F / M.A.D. Gallery
Oldtimer als Wildtiere?

Mit «Rides of The Wild» präsentiert der Schweizer 3D-Künstler Frédéric Müller ikonische Oldtimer mit tierischen Merkmalen. So verwandelt sich ein alter Aston Martin in ein perfektes Gefährt für ein Nilpferd und ein Pick-up der Marke Ford macht die Strassen als Löwe unsicher. 

Die Kollektion des Schweizers aus acht Werken wird derzeit von der M.A.D.Gallery in Genf präsentiert. Das Jungtalent ist als Digital Artist tätig und spezialisiert auf die Kreation von computergenerierten Bildern, auch CGI (Computer Generated Imagery) oder 3D-Rendering genannt. Wie der Künstler Frédéric Müller gegenüber der Galerie erklärte, sollen sich seine Werke von der Masse abheben und eine besondere Ausstrahlung bieten. Betrachter sollen sich demnach in den Kreationen verlieren können und ihre «Fantasie auf Reisen schicken».

Mit seiner Serie «Rides of The Wild» hat der digital Artist dies sicher erreicht. Sie zeigt Oldtimer, deren Designs an Wildtiere angelehnt sind und mit besonderen Persönlichkeitsmerkmalen ausgestattet sind. Sowohl die speziellen Fahrzeuge als auch die jeweiligen Besitzer werden vom Schweizer mit viel Fingerspitzengefühl und Details in interessanten Szenen dargestellt. Auf den Fensterscheiben der speziellen Gefährte sind zudem Aufkleber des World Wide Fund for Nature (WWF) platziert. Diese sollen den Betrachter daran erinnern, dass die dargestellten Wildtiere gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht sind.

Der Schaffensprozess hinter den Motiven ist aufwendig. Ist ein erstes Konzept festgelegt, wird in einem weiteren Schritt ein 3D-Modell der Autos mittels Computeranimation und Modelliersoftware erstellt. Danach folgt die Bestimmung der materiellen Eigenschaften, die Beleuchtung wird entwickelt und das gesamte Modell wird in eine Szene eingebettet. Das Bild wird dann in mehreren Testläufen gerendert, bis es ein fotorealistisches Aussehen annimmt. Für die Fertigstellung der Serie «Rides of the Wild» benötigte Frédéric Müller insgesamt fast drei Jahre. 

Weitere Informationen: madgallery.net / fredericmueller.ch

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