Videotipp: Baustelle für gleissende Riesenpferde

Videotipp: Baustelle für gleissende Riesenpferde

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle: amateur photography by michel, flickr CC

Das schottische Falkirk hat ein weitherum sichtbares Wahrzeichen: An den Ufern des nahegelegenen Forth-and-Clyde-Kanals recken sich zwei riesige, glänzende Pferdeköpfe in den Himmel, die Skulptur „Kelpies“. Wie sie entstanden, zeigt ein Video zum Bau des Riesenmonuments.

The Kelpies from The Helix on Vimeo.

Kelpies sind Wasserpferde, die zwar dem Meeresgott dienen, aber vor allem in fliessenden Gewässern des schottischen Hochlands zu Hause sind. Wer sie trifft, sollte sich in Acht nehmen: Denn Wanderern, die einen Fluss überqueren wollen, bieten die Tiere an, sie hinüber zu tragen. Kaum sitzen die Wanderer auf dem Rücken der meist blauschwarzen Pferde, werden sie  auf den Grund gerissen und dort von den Kelpies  verspeist. – So erzählt es die Legende.

Gigantische aber ungefährliche Kelpies können seit rund einem Jahr in Falkirk beim Forth-and-Clyde-Kanal bewundert werden: Es handelt sich dabei um zwei rund 30 Meter hohe Stahlskulpturen des Künstlers Andy Scott. Mit dem Monument – es gilt als weltweit grösste Pferdeskulptur – will Scott an die Pferde, die einst die Schiffe auf den Kanälen zogen, erinnern. Aber auch an die Ackergäule, mit denen die Bauern früher ihr Land pflügten.

Das Denkmal, das Scott den Tieren setzte ist auch was den Bau anbelangt eindrücklich: Jeder Pferdekopf wiegt insgesamt 300 Tonnen. Insgesamt wurden 990 Edelstahlplatten verwendet. Laut der Website zu den Kelpies wird zurzeit an einem Besucherzentrum gebaut, das dieses Jahr eröffnet werden soll.  (mai)

Gleich neben dem Monument befindet sich eine weitere Sehenswürdigkeit: das Falkirk Wheel. Mehr über das ebenfalls spektakuläre Schiffshebewerk sehen und lesen Sie hier:  www.baublatt.ch/aktuelles/news/das-riesenrad-lässt-grüssen