Luzern: Gemeinden einigen sich auf Hochhauskonzept

Luzern: Gemeinden einigen sich auf Hochhauskonzept

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Teaserbild-Quelle: Visualisierung Raumgleiter AG, Zürich

Der Gemeindeverband Luzern Plus hat festgelegt, wo grundsätzlich Hochhäuser gebaut werden können und wo nicht. Die Delegierten haben das neue Hochhauskonzept einstimmig gutgeheissen. Wird dagegen nicht das Referendum ergriffen, wird das Hochhauskonzept in den 24 Verbandsgemeinden behördenverbindlich.

In diesen Gebieten sieht Luzern Plus Möglichkeiten für Hochhäuser, definiert als „Potenzielle Denkräume“.
Quelle: 
zvg

In diesen Gebieten sieht Luzern Plus Möglichkeiten für Hochhäuser, definiert als „Potenzielle Denkräume“.

Das bestehende Hochhauskonzept in der Region stammt aus dem Jahr 2008. Wegen der Planungen in den neuen Zentren der Kernagglomeration haben es die Verbandsgemeinden von Luzern Plus nun überarbeitet und damit gemeinsam die Spielregeln für den Umgang mit Hochhäusern – im Kanton Luzern gelten Gebäude mit einer Gesamthöhe von mehr als 30 Metern als Hochhäuser – definiert. Luzern Plus schreibt: „Das Hochhauskonzept definiert aus regionaler Sicht, wo die Möglichkeitsgebiete liegen. Ebenso legt es den Umgang mit bestehenden und industriell genutzten Hochhäusern fest.“ Wichtig sei im ganzen Prozess die Definition von gemeinsamen regionalen Qualitätsstandards für den Bau, die Freiräume und den Schattenwurf. Ebenso seien einheitliche Methoden für die Planungsverfahren definiert worden, so Pius Zängerle, Präsident von Luzern Plus. Der Wirkungshorizont des Konzepts ist auf zehn Jahre ausgelegt.

Das Konzept ist mehr eine Empfehlung denn eine Weisung, denn die Hoheit als Bewilligungs- und Planungsinstanz bleibt bei den Gemeinden. Die Möglichkeitsgebiete würden lediglich Gebiete umfassen, in denen Hochhäuser geprüft werden könnten. „Das Konzept hat innerhalb dieser Gebiete keinen Anspruch auf eine abschliessende Analyse und städtebauliche Festsetzung der Hochhausstandorte“, verdeutlicht Geschäftsführer Armin Camenzind. Es verlangt von den kommunalen Behörden Vertiefungsarbeiten, um Sondernutzungspläne u erlassen. Die Gemeinden müssen also weiterführende Arbeiten leisten, bevor ein Hochhaus geplant, bewilligt und schliesslich gebaut werden kann.

Der Gemeindeverband Luzern Plus versteht sich als Plattform für eine gemeindeübergreifende Zusammenarbeit in der Raumplanung, in der Mobilität, im Sport, in der Freizeit und in der Kultur. Ihm gehören Adligenswil, Buchrain, Dierikon, Ebikon, Emmen, Gisikon, Greppen, Hergiswil NW, Hildisrieden, Honau, Horw, Inwil, Kriens, Luzern, Malters, Meggen, Meierskappel, Rain, Root, Rothenburg, Schwarzenberg, Udligenswil, Vitznau und Weggis an. (mt/sda)