Löschbare Tinte für 3D-Druck entwickelt

Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) ist es gelungen, eine löschbare Tinte für den 3D-Druck zu entwickeln. Solche Formen können mit Formen aus nicht-löschbarer Tinte kombiniert werden. So könnten zum Beispiel Stützkonstruktionen hergestellt und später einfach wieder entfernt werden.

Im 3D-Druckverfahren durch direktes Laserschreiben – hierbei erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur – war eine wieder löschbare Tinte bisher eine der grossen Herausforderungen. Forscher des KIT haben diese nun gemeistert, indem sie eine Tinte mit einer reversiblen Bindungsverknüpfung entwickelt haben. Die Bausteine dieser neuen Tinte lassen sich wieder voneinander trennen, was nichts anderes heisst, als dass das Gedruckte einfach gelöscht werden kann, indem es in eine Löschungschemikalie eingetaucht wird. «An der gelöschten Stelle kann wiederum erneut geschrieben werden, sodass die Struktur mehrfach verändert werden kann», heisst es in einer Mitteilung.

Mit löschbarer Tinte geschriebene Formen lassen sich aber auch in Strukturen aus nicht-löschbarer Tinte integrieren. So werde es möglich, beim dreidimensionalen Druck Stützkonstruktionen – ähnlich wie beim Brückenbau – herzustellen und sie im weiteren Fertigungsverfahren wieder zu entfernen. Bislang haben die Forscher das neue Verfahren erst an Strukturen getestet, die bis zu 100 Nanometer klein sind. (mt/pd)