Legosteine aus Zuckerrohr

Legosteine aus Zuckerrohr

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Teaserbild-Quelle: Semevent, pixabay, gemeinfrei

In Zukunft werden Legosteine aus einem nachhaltigen Kunststoff hergestellt. Sie sind aus Polyethylen, das auf Zuckerrohr basiert. Die ersten Elemente – Pflanzen wie Bäume Blätter und Büsche – werden vorerst in den USA, Kanada, Grossbritannien und Deutschland auf den Markt gebracht.

Mit Legosteinen haben wir alle als Kind gespielt. Ganze Schlösser haben wir gebaut. Die Bausteine waren so stabil, dass sie ganze Generationen überdauert haben. Kein Wunder, denn Legosteine bestehen aus Plastik – und der ist bekanntlich kaum kaputt zu kriegen. Inzwischen schwimmen Tonnen um Tonnen des Kunststoffs in den Weltmeeren und belasten die Umwelt erheblich. Die Lego-Gruppe hat der Plastikflut im Kinderzimmer den Kampf angesagt und will, dass seine Kernprodukte und Verpackungen bis 2030 sämtlich aus nachhaltigen Materialien hergestellt werden.

Der Anfang ist gemacht: Lego hat Elemente auf den Markt gebracht, die aus Polyethylen bestehen. Wie das Unternehmen schreibt, handelt es sich dabei um einen weichen, langlebigen und flexiblen Kunststoff, der aus nachhaltig angebautem Zuckerrohr besteht. «Ein nachwachsender Rohstoff, der mindestens genau so schnell nachwächst, wie wir ihn verbrauchen.» Die Beschaffung der Rohstoffe folge den Richtlinien der Bioplastic Feedstock Alliance des WWF und halte die Vorgaben der Bonscuro Chain of Custody ein, eines internationalen Standards für die Lieferkette von nachhaltig angebautem Zuckerrohr.

Die neuen pflanzlichen Elemente sind ab Ende Jahr als Bäume, Blätter und Büsche in einem Set der Lego Creator Expert Reihe zu haben – vorerst nur in den USA, Kanada, Grossbritannien und Deutschland. Die schrittweise Einführung im weltweiten Markt begründet Lego so: «Da es das erste Mal ist, dass wir Lego-Elemente aus einem Kunststoff auf Pflanzenbasis herstellen, ist nur eine begrenzte Menge der neuen Elemente verfügbar.» (pd/mt)